Das Mundraub-Navi
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Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Artikel vom 30.07.2010
Auch Netzbewohner sind des Pizzalieferdienstes manchmal überdrüssig. Eine preisgekrönte, interaktive Seite listet für aktive Mundräuber die herrenlosen Obstbäume der Republik auf. Ob damit Fallobst gleich Geschichte ist, darf aber bezweifelt werden.
Selbstversorger aufgepasst: Derzeit macht eine sehr praktische Seite Furore. Sie hat das Ziel, möglichst viele frei zugängliche Obstbäume und -sträucher aufzulisten. Dabei macht sie sich zunutze, dass der Straftatbestand des Mundraubs mittlerweile abgeschafft ist. Darauf verweist auch der programmatische Name: Mundraub.org heißt die Seite, und deren Macher bewerben ihren Newsletter auch gleich als «Neues aus der Räuberhöhle».
Praktisch ist die Kartenübersicht mit verschiedenfarbigen Piktogrammen und sauber eingetragenen Positionen der fruchtigen Lieferanten. Detaillierte Hinweise anderer Nutzer auf die vorgefundenen Obstsorten verleiten regelrecht zu Ausflügen mit dem Ziel, sich mal ordentlich den Magen mit süßen Früchten vollzuschlagen. Aber danach muss man angesichts einer teils enormen Dichte an Hinweisen länger andauernde Magenkrämpfe fürchten. Alles hat eben seine Kehrseite.
Die Anleitung zum gepflegten Mundraub darf natürlich nicht fehlen, die «Räuberregeln» helfen dabei, die eigennützige Aneignung herrenloser Früchte rechtlich korrekt und unbeschadet durchzuführen. Ziel des Projekts sei es jedoch, «die Menschen miteinander ins Gespräch bringen» zu wollen. Auf keinen Fall wolle man «zum Plündern der Natur aufrufen», sagte Katharina Frosch, Mit-Initiatorin dem Kollegen der WAZ-Gruppe.
Dafür gab es im vergangenen Jahr den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Ausbaufähig ist die Idee allemal, insbesondere zur gerade anlaufenden Obstsaison sind Tippgeber herzlich willkommen, ernst gemeinte Hinweise auf frei zugängliche Futterstellern auf den Seiten zu hinterlassen.
cvd/reu/news.de
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Das ist ja wirklich eine schöne Sache! Die Herrenlose Apfelplantage bei Köpenik kenne ich. Da hab ich Ende der 60er Jahre zusammen mit meiner Freundin, die aus Sachsen anreiste Mundraub praktiziert. Ich kam mit meiner Jawa aus Kiel. Im Raum Erlensee bei Hanau hab ich 2008 Äpfel und Mirabellen gefunden. (Ausfahrt Erlensee, Richtung Bruchköbel). Dort findet man auch Kirschen und Brombeeren in Massen.
jetzt antwortenKommentar meldenEine nette Idee - hätte ich auch drauf kommen sollen! In der Art habe ich auch einiges verwirklicht. Besucher können selbst Plätze auf den akrten hinterlassen. www.precapture.de/bge www.hudy.de/1
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