100 Beschwerden gegen Springer: Die Berichterstattung zur Katastrophe von Duisburg beschäftigt den Presserat. Alle Meldungen beziehen sich auf Berichte in der Bild-Zeitung und deren Online-Ausgabe.
Nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg sind beim Deutschen Presserat bis Montagmittag bereits rund 100 Beschwerden über die Berichterstattung eingegangen. Diese richteten sich bisher alle gegen das Online-Portal Bild.de oder die Bild-Zeitung, sagte eine Presseratssprecherin. Bei den Vorwürfen gehe es vor allem um detaillierte Fotos von Opfern.
Die Leser sehen den Angaben zufolge Verstöße gegen Ziffer 11 des Pressekodexes. Dieser besagt unter anderem, dass die Presse auf eine «unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid» verzichtet. Betroffen ist auch Ziffer 8 zu Persönlichkeitsrechten.
Die Massenpanik, bei der auf der Loveparade 19 Menschen getötet und mehr als 340 verletzt wurden, hatte auch im Internet hitzige Diskussionen über die Grenzen der journalistischen Berichterstattung ausgelöst. Hauptziel der Kritik bei Twitter war die Bild-Zeitung. Sie hatte am Samstag auf ihrer Internetseite Fotos von nur notdürftig mit Tüchern zugedeckten Leichen veröffentlicht - eines davon mit der Bildunterschrift «Ein Foto, das Gänsehaut vermittelt - zwei Tote am Haupteingang». Zahlreiche Mikroblogger riefen zum Boykott der Zeitung auf und veröffentlichten den Link zum Beschwerdeformular des Presserats.
Der Presserat, die freiwillige Selbstkontrolle der Printmedien, wurde 1956 gegründet. Seine Hauptaufgaben sind «die Lobbyarbeit für die Pressefreiheit in Deutschland» und das Bearbeiten von Beschwerden aus der Leserschaft. Zum Jahresbeginn 2009 war die Zuständigkeit des Rates bei Beschwerden auf den Onlinebereich ausgeweitet worden. Die nächste Beschwerdeausschuss-Sitzung findet im September statt.
ruk/car/ivb/news.de/ddp
Die Bildzeitung ist ein Paradebeispiel dafür, wie man die Jugend verdirbt. Die Privatsphäre wird täglich durch Nacktfotos verletzt,die Öffentlichkeit belogen. BILD prangert aber gleichzeitig Sünden an, die wer auch immer getan hat. Die Loveparade wird solange in höchsten Tönen gelobt, wie alles gut geht, dann gilt: "Wir sind Loveparade". Nun ging es aber schief, weil Gewinnsucht und Kommerz eine angebliche Parade der Liebe veranstaltet haben, bei der es Tote gab. Nun ist alles ganz anders, die vorher Gelobten sind nun laut BILD die Täter. BILD sollte verboten werden, denn "Wir sind nicht BILD"
jetzt antwortenKommentar melden