Der Mönch fürs Grobe kehrt zurück
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Von Annika Müller
Artikel vom 31.07.2010
Er ist zurück! Der junge Mönch Lasko (Mathis Landwehr), der als Meister traditioneller Kampfkünste für Gerechtigkeit und das Gute kämpft, stellt sich neuen Abenteuern und gefährlichen Herausforderungen. Zu sehen im Herbst auf RTL.
Der Motor des vorbeirasenden Speedboots heult auf. Die zahlreichen Schaulustigen an der Berliner Museumsinsel spüren noch die Wasserspritzer auf ihren Gesichtern, da ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Lasko - Die Faust Gottes kehrt zurück. Mathis Landwehr spielt den Mönch Lasko, und man sieht dem 30-Jährigen an, dass er zum Kämpfen kein Double braucht.
Seit seinem zwölften Lebensjahr betreibt Landwehr verschiedene Kampfsportarten. RTL lässt ihn mit dem Säbel gegen arabische Ölscheichs antreten, im Alleingang eine Flugzeugentführung beenden oder auf einem fahrenden Zug kämpfen. «Ich bin nicht ganz so mutig wie er, doch ansonsten steckt in Lasko sehr viel von mir selbst», sagt Landwehr.
Gerade laufen die Dreharbeiten zur zweiten Staffel der Actionserie rund um den kämpfenden Mönch vom Orden Pugnus Dei. Im Herbst soll die erste neue Folge laufen. Für ausreichend Explosionen, Hubschrauber und eben Speedboote sorgt, wie schon in der ersten Staffel, Hermann Joha mit seiner Firma Action Concept, die auch den Serienerfolg Alarm für Cobra 11 für RTL produziert.
Mönch Lasko muss in der elften Folge Baum der Vorsehung zusammen mit seinem Freund Gladius (Stephan Bieker) das Geschwisterpaar Cheng Li (Hoang Dang Vu) und Mei Lo (Chi Le) aus den Fängen der Ranganischen Botschaft in Berlin befreien. In die Quere kommt ihm dabei Dr. Lorenz (Helmut Zierl), der alles daran setzt, den kleinen Cheng Li festzuhalten. Dieser ist nämlich der «Auserwählte» der kleinen Himalaya-Republik und könnte als neuer geistiger Führer der Regierung gefährlich werden. Doch Lasko und sein Helfer können den Geschwistern per Speedboot zur Flucht verhelfen.
Gut gegen Böse, edle Kampfmönche mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit gegen niederträchtige Schurken, das ist das Konzept der Serie. Lasko kämpft nicht für Geld oder Macht, sondern aus moralischer Überzeugung. Das mag simpel sein, doch die Serie hatte 2009 einen guten Start. Der Marktanteil bei den jungen Zuschauern lag bei durchschnittlich 17,2 Prozent.
Mathis Landwehr war als Kind Kunstturner, bevor er mit der vietnamesischen Kampfkunst Tu-Thân begann. «Das heißt so viel wie 'an sich arbeiten, sich verbessern'», sagt er. Es ist sein Motto geworden. Mittlerweile hat er sich mit unzähligen fernöstlichen Kampfkünsten beschäftigt und einen eigenen Stil entwickelt.
Die Idee, damit Geld zu verdienen, lag nahe. Schon als kleiner Junge spielte der Sohn einer Bühnenbildnerin am Theater, Filme von Bruce Lee und Jackie Chan nahm er sich später zum Vorbild. «Als Jugendlicher habe ich gedacht, es kommt viel auf Show an, auf Angeben und zeigen, was man kann», sagt er heute über seine Anfänge als Kampfsportler. Das habe sich mit der Zeit aber geändert.
Nun sei er selbst Vorbild für seine überwiegend jungen Zuschauer, die manchmal durch die Serie anfingen, selbst Sport zu treiben. Das macht ihn stolz. Wenn ältere Fans sich eher für sein Aussehen als für seinen Sport interessieren, stört Landwehr das überhaupt nicht. «Ich mache das ja auch für mich und versuche immer, das Beste aus mir rauszuholen», kommentiert er das Interesse an seinen Muskeln. «Im Moment ist Lasko genau das Richtige für mich», später könne er sich aber schon vorstellen, etwas anderes zu machen.
Auf seinen Ausflug nach Hollywood, wo er für den Film V wie Vendetta von James McTeigue vor der Kamera stand, blickt er mit gemischten Gefühlen zurück. «Bei den Amerikanern hatte ich den Eindruck, dass die teilweise auch unnötig viel Geld verbrennen», sagt Landwehr. Szenen, die in Deutschland an einem Tag abgedreht würden, dauerten dort zwei Wochen. «Aber es war natürlich sehr interessant.»
Die zweite Staffel von Lasko - die Faust Gottes läuft im Herbst auf RTL an.
car/news.de/ddp
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