Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Prinz William in der Klemme: Während England seine Hochzeit mit Kate Middleton will, weiß Dianas Sohn nur zu gut, wie unglücklich eine Ehe sein kann. Viele Hochzeiten und ein Todesfall später stehen die Windsors vor dem gleichen Dilemma wie zu Dianas Zeiten.
Kutschen, funkelnde Juwelen, Glamour pur: Die Windsors zelebrieren ihre Hochzeiten seit Generationen. Es gehört schon zum britischen Unterstatement, bei keiner Gelegenheit so wie auf dem Weg zum Altar alle anderen Königshäuser in den Schatten zu stellen. In der ZDF-Dokureihe Königliche Hochzeit steht diesmal «England und das Märchen vom Glück» im Mittelpunkt (20. Juli, 20.15 Uhr)
Eine Nation feiert ihr Königshaus – und sich selbst. Das Volk ist süchtig danach. Und seit langem auf Entzug. Der Schrei nach Opium fürs Volk wird immer größer. Nichts sorgt in Zeiten von Krisen für mehr Abwechslung und Freude als die Traumhochzeiten in St. Paul´s Cathedral, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Queen Elizabeth und Prinz Philip einten mit ihrem Bund der Ehe 1946 eine ganze kriegsgeprüfte Gesellschaft im kollektiven Freundentaumel. Auch Prinz Charles und seine Diana, die der angestaubten Monarchie neues Leben einhauchte, sorgten mit ihrer Traumhochzeit 1981 für emotionale Wärme in Zeiten sozialer Thatcher-Kälte.
Und Prinz William? Großbritanniens Sportnation liegt nach der Schmach bei der WM gegen Deutschland und der verlorenen Partie gegen Cricket-David Bangladesch komplett am Boden – die härteste Wirtschaftsrezession seit den 1930er Jahren macht das trübe Wetter noch unerträglicher. Nur die Geheimwaffe des Königshauses kann laut dem Historiker Hugo Vickers die dunklen Wolken über der Insel verjagen: «Die Dynastie braucht Bräute.»
Das Volk hat auch schon gecastet: Kate Middleton ist die Favoritin, die sich als erste Bürgerliche den Thronfolger schnappen könnte. Die beiden scheinen das perfekte Paar zu sein. Doch Kenner des jungen Prinzen warnen: Wäre Kate Middleton einem Leben im goldenen Käfig überhaupt gewachsen? Kann eine moderne Frau mit den Spielregeln zurechtkommen, die für die Ehen von Menschen gelten, die eine royale Dynastie in die Zukunft führen müssen?
Selbst 13 Jahre nach Lady Dianas Tod hängt Englands Rose wie ein Schatten über den Buckingham Palace. 750 Millionen Menschen verfolgten 1981 weltweit die Trauung von Prinz Charles und Lady Diana Spencer. Es schien die perfekte Verbindung von Schönheit und Adel, eine viel versprechende Investition im Sinne der Thronfolge. Niemand wollte wahrhaben, wie sehr der schöne Schein schon vor dem Tausch der Ringe getrübt war. Allein die Tatsache, dass Diana Charles bis zur Verlobung noch siezte und beide sich kaum vor der Eheschließung gesehen hatten, zeigt, wie fragil die von Queen Mum eingefädelte Hochzeit war.
Charles hatte zu dem Zeitpunkt schon eine Geliebte – und nicht den Schneid, gegen sein drohendes Unglück zu kämpfen. Dabei war sein Gespräch mit dem Foto-Journalisten Arthur Edwards schon so eine Art Prophezeiung: «Sie können zwei Jahre mit einer Frau zusammen sein, ohne sie gleich heiraten zu müssen. Entscheide ich mich gegen die Hochzeit, wären Sie der erste, der mich kritisieren würde», so Charles.
Genau das spukt laut ZDF-Doku in Williams Hinterkopf. Prinz Charming weiß: Wenn er heiratet, muss es für immer sein. Denn noch einmal wird die britische Erbmonarchie einen Scheidungsskandal, wie den von seinen Eltern wohl nicht so ohne Weiteres überstehen. Aber auch nicht, wenn er ein Rückzieher macht und Kate in Verruf bringt. Das Volk wäre «not amused». Die Königshausexpertin Judy Wade bringt es mit ein bisschen mehr Emotion: «Halb England würde William erschießen.»
Königliche Hochzeit: England und das Märchen vom Glück, 20. Juli , 20.15 Uhr, ZDF.
car/news.de
Nur mal so als Hinweis: Das Wort Unterstatement gibt es nicht. Was der Schreiben meint, sagt das deutsche Wort "Selbstverständnis". Es gibt aber das Wort "understatement" und das bedeutet "Untertreibung, Tiefstapeln". Bitte, bitte verwenden Sie keine englischen Wörter, die Sie dann falsch schreiben und denen Sie dann einen falschen Sinn geben!!! Das ist "actually" schockierend! (Actually = tatsächlich; NICHT aktuell)
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