Noch einmal gewinnen? Darauf scheint Sangessiegerin Lena Meyer-Landrut keinen großen Wert zu legen. Ihr Start bei dem Wettbewerb im kommenden Jahr steht jedoch schon fest. Das sorgt für Ärger.
Die Siegerin des diesjährigen Eurovision Song Contest, Lena Meyer-Landrut, sieht dem Wettbewerb im kommenden Jahr mittlerweile gelassen entgegen. «Ich finde es jetzt gar nicht mehr so wichtig, noch mal zu gewinnen», sagte die 19-Jährige aus Hannover der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Wir haben einmal gewonnen, mehr kann man nicht erreichen, wir haben den Contest nach Deutschland geholt», meinte die Titelverteidigerin.
Das Finale 2011 in Deutschland wird am 14. Mai ausgetragen. Für die Bundesrepublik wird erneut Lena antreten, die in diesem Jahr mit Satellite gewonnen hatte.
Derweil sorgt nach einem Spiegel-Bericht in der ARD der NDR-Beschluss, Lena erneut antreten zu lassen, für Unmut. Bei der letzten Konferenz der ARD-Fernsehdirektoren monierte danach vor allem der Bayerische Rundfunk, die ARD habe sich von Moderator Stefan Raab vor vollendete Tatsachen stellen lassen und müsse nun notgedrungen auf eine Neuauflage der als Erfolg eingestuften Show Unser Star für Oslo verzichten. Raab hatte kurz nach dem Sieg gefordert, auch im nächsten Jahr könne die Kandidatin nur Lena heißen, was später auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Raab und NDR-Intendant Lutz Marmor auch so verkündet wurde.
Der NDR beteuerte dem Magazin zufolge in der Sitzung, diese Idee sei für den Fall eines Sieges schon vor dem Finale besprochen gewesen. Der Unmut rühre vor allem daher, dass die ARD-Radiowellen, die bei der diesjährigen Castingshow fest eingebunden waren, sich nun ausgebootet fühlten. Bis September will der NDR ein Konzept für 2011 vorlegen.