So., 27.05.12

Zeitschriftenmarkt 14.07.2010 «Landlust» legt weiter zu - der Rest bröckelt

Zeitschriften (Foto)
Mit der Auflage der meisten Zeitschriften geht es bergab. Bild: dpa

Von Carsten Rave

Das Magazin Landlust zieht weiter einsam seine Kreise, während fast die gesamte Branche Auflagenrückgänge vermeldet. Der Spiegel fällt unter die Millionengrenze, noch härter aber trifft es den Focus. Deutliche Verluste gibt es auch bei den Computermagazinen.

Die zweimonatlich im Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup erscheinende Zeitschrift Landlust legte im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 241 000 auf gut 705.000 verkaufte Exemplare zu, wie aus den vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das entspricht einem Plus von 51,9 Prozent. Der Rest der Printbranche hat dagegen zumeist mit sinkenden Auflagenzahlen zu kämpfen.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel fiel um etwas mehr als 44.000 unter die Millionen-Marke auf knapp 985.000 verkaufte Hefte (minus 4,3 Prozent). Deutlich härter traf es das Magazin Focus mit einem Rückgang von 12,3 Prozent auf 576.000 Exemplare. Der Stern gab um knapp 80.000 auf 884.000 Hefte nach (minus 8,3 Prozent).

Bei den Programmzeitschriften konnte Marktführer TV 14 seine Position mit einem Plus von 5,6 Prozent (auf 2,461 Millionen) sogar ausbauen, während TV Spielfilm plus (minus 8,8 Prozent auf 1,714 Millionen) abbaute. TV Digital gewann leicht um 1,2 Prozent auf 1,691 Millionen, TV Movie sackte um 5,0 Prozent auf 1,459 Millionen verkaufte Hefte ab.

Zum Teil deutliche Verluste mussten die Computermagazine einstecken. Der Marktführer in dem Segment, Computer Bild, behauptete sich jedoch über dem Branchendurchschnitt von minus 7,0 Prozent und verlor nur 0,8 Prozent auf 637.000. Konkurrent Chip büßte 6,4 Prozent ein und lag bei 354.000 Exemplaren, c't kam auf 342.000 (minus 0,7 Prozent).

Stabil blieb die Wochenzeitung Die Zeit mit etwas mehr als 502.000 verkauften Exemplaren (plus 0,2 Prozent). Die Welt am Sonntag gab leicht um 0,5 Prozent auf knapp 401.000 nach.

Die gemeldeten Tageszeitungen verzeichneten ein Gesamtminus von 1,9 Prozent. Den größten Rückschlag verbuchte die Tageszeitung (taz) mit 5,2 Prozent auf knapp 56.000. Die Welt und Welt kompakt kamen zusammen auf gut 258.000 (minus 4,4 Prozent), die Financial Times Deutschland auf gut 101.000 (minus 2,8 Prozent), die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf knapp 366.000 (minus 1,0 Prozent), das Handelsblatt auf knapp 137.000 (minus 1,0 Prozent) und die Süddeutsche Zeitung auf knapp 439.000 (minus 0,7 Prozent). Andere Tageszeitungen werden in der nächsten Woche ihre Zahlen bekanntgeben.

bla/reu/news.de/dpa
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