Mel Gibson sitzt auf der Straße: Er soll seiner Schauspielagentur schon lange ein Dorn im Auge gewesen sein. Deshalb zieht die jetzt Konsequenzen. Das scheint den Passion-Christi-Regisseur kaum zu stören.
Der Ärger nimmt kein Ende für den Braveheart-Regisseur und -Darsteller Mel Gibson. Der Hollywood Reporter berichtete, dass die Talentagentur William Morris Endeavor Entertainment (WME) den umstrittenen Filmstar rausgeworfen habe.
WME ist eine der größten Agenturen für Stars der Film- und Musikbranche. Sie hatte schon Charlie Chaplin, Frank Sinatra, Elvis Presley und Marilyn Monroe unter Vertrag und betreut unter anderen die Rolling Stones.
Gibson war 32 Jahre lang unter der Obhut von Ed Limato, der für die Agentur auch Richard Gere, Steve Martin und Denzel Washington betreute. Nach Limatos Tod vor einer Woche trennte sich WME nun von Gibson. Dem einflussreichen WME-Partner Ari Emanuel sei Gibson wegen seiner antisemitischen Äußerungen schon lange ein Dorn im Auge gewesen, schreibt das Branchenblatt.
Gibson ließ über einen Sprecher verlauten, er habe nach Limatos Tod sowieso eine andere Agentur suchen wollen. Derzeit brauche er keinen Agenten, weil er noch für zwei Jahre mit Arbeit eingedeckt sei. Zu seinen bevorstehenden Projekten gehört die schwarze Komödie The Beaver unter der Regie von Jodie Foster sowie der Film How I Spent My Summer Vacation nach Gibsons eigenem Script.
Polizeiermittlungen wegen Trennungskrieg
Derweil ermittelt die Polizei von Los Angeles im Trennungskrieg zwischen Mel Gibson und seiner russischen Ex-Freundin Oksana Grigorieva. Das Sheriffbüro geht eigenen Angaben zufolge einer Anzeige der 40-jährigen Sängerin wegen häuslicher Gewalt nach.
Gibson war 30 Jahre mit Robyn Moore verheiratet, mit der er sechs Söhne und eine Tochter hat. Er trennte sich wegen Oksana von seiner Ehefrau und hat mit der Russin inzwischen eine kleine Tochter namens Lucia. Vor rund zwei Monate ging auch diese Beziehung auseinander. Nun behauptet Oksana, Mel habe sie mehrfach geschlagen, einmal sogar so stark, dass sie Zähne verloren habe.
cvd/news.de/dpa