Armut kann überall sein
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Von news.de-Mitarbeiterin Christin Bohmann
Artikel vom 08.07.2010
Die Armut kann auch dort drohen, wo wir sie am wenigsten vermuten. Und dass sie selbst in einer Wohlstandsgesellschaft wie der unseren keine Ausnahme mehr ist, zeigt unser heutiger Clip-Tipp.
Armut ist keineswegs mehr ein Randproblem unserer Gesellschaft. Das weiß man nicht erst seit der Bekanntgabe der neuesten «Armutsgefährdungsgrenze» des Statistischen Bundesamtes. Diskutiert wird darüber jedoch meist nur in polemischen Hartz-IV-Debatten.
Ganz anders dagegen ein paar Studenten der Kunsthochschule für Medien in Köln. Sie haben dem Thema einen Test-Werbespot gewidmet, der in leisen Tönen eine scheinbar alltägliche Geschichte erzählt und dadurch umso deutlicher macht, dass Armut auch in einer «Wohlstandsgesellschaft» wie der deutschen immer häufiger anzutreffen ist.
Der Spot handelt von Max, der im Schulunterricht von seinem «perfekten Tag» erzählen soll. Der kleine Junge schwärmt von einer Fahrt in einem Mercedez Benz, dem Besuch im Schloss seines Onkels und einem großartigen Ausflug ans Meer – aber die Bilder erzählen eine andere Geschichte.
Armut kennt viele Geschichten zeichnet ein nachdenkliches Bild unserer Gesellschaft, das sich lohnt anzuschauen. Regisseurin Isabel Prahl wurde dafür in Cannes mit dem Young Directors Award 2010 ausgezeichnet.
bla/ivb/news.de
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