Von Marina Antonioni
Das Abi hat sie in der Tasche, nun ist Lena in Europa unterwegs, um die Werbetrommel zu rühren. Auch Neuigkeiten gibt es zu verkünden: Auf den Playboy hat sie keine Lust, dafür auf Schildkröten. Und 2011 geht sie auf Deutschland-Tournee.
Lena-Fans können dem April entgegenfiebern: Nach ihrem Grand-Prix-Triumph in Oslo geht die 19-Jährige im kommenden Frühjahr erstmals auf Tournee. Lena Meyer-Landrut wird dabei in den größten Konzerthallen des Landes spielen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Insgesamt neun Termine sind nach aktuellem Stand geplant: Los geht es am 13. April in Berlin. Bis Ende des Monats macht Lena auch in Hannover, Frankfurt am Main, Dortmund, Hamburg, Leipzig, München, Stuttgart und Köln Station, wie auf ihrer Webseite bekannt gegeben wurde. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
Um die Konzertabende mit eigenen Titeln füllen zu können, arbeitet Lena bereits an einem neuen Album nach ihrem Debüt My Cassette Player. «Die Songs gehen wahrscheinlich ganz viel um Erfahrungswerte und um Lebenseinstellung», verriet Lena dem Internetportal der österreichischen Zeitung Heute. Das Album soll noch vor Beginn der «Lena LIVE Tour» erscheinen. Ob neben den deutschen Konzerten bereits Auftritte in anderen Ländern geplant sind, ließ eine Sprecherin ihres Managements offen.
«Jetzt ist erst mal die Musik dran»
Lena hatte Ende Mai mit dem Lied Satellite den Eurovision Song Contest in Oslo sensationell gewonnen. Auch fürs Kino wurde sie inzwischen aktiv: Sie lieh einer Schildkröte in einem 3D-Animationsfilm ihre Stimme. Mit Blick auf ihre kommenden Projekte sagte die 19-Jährige dem österreichischen Magazin News: «Jetzt ist erst mal die Musik dran und im nächsten Jahr die Tour und der Eurovision Song Contest. Das ist genug Arbeit.» Nach dem Wunsch ihres Entdeckers Stefan Raab soll Lena 2011 als Titelverteidigerin erneut beim Grand Prix an den Start gehen.
Die Erwartungen, ihren Erfolg im eigenen Land wiederholen zu können, zügelte die 19-Jährige ein wenig: «Ich will nicht unbedingt gewinnen, einmal reicht.»
Umzug nach Berlin
An den Rummel um ihre Person hat sich Lena noch nicht gewöhnt. Sie denkt über einen Umzug von ihrer Heimatstadt Hannover nach Berlin nach. «Das kann ich mir gut vorstellen. Ich war früher schon oft in Berlin. In Hannover ist es momentan schwer, auf die Straße zu gehen.» Trotzdem habe sie sich bislang nie verkleidet, um unerkannt zu bleiben. «Ich trau mich einfach nicht. Ich hätte zu Hause sogar eine blonde Bob-Perücke. Die wäre eigentlich perfekt.»
Für die Zukunft kann sich Lena »gut vorstellen, was Schauspielerisches zu machen«. Es sei aber ein Handwerk, das man wirklich lernen müsse. «Das habe ich demnächst vor», kündigte sie an. Schon früher sei es ihr Plan gewesen, zunächst durch Australien zu reisen und dann in Berlin an eine Schauspielschule zu gehen.
Mit Kritik geht Lena erstaunlich gelassen um: «Hunderte sagen, dass ich nicht singen kann, Tausende sagen mir, dass ich nicht tanzen kann. Fünfhundert sagen mir, wie aufgesetzt und wie eingebildet und wie bescheuert ich bin.» Dies sei völlig legitim. «Es herrscht ja Gott sei Dank Meinungsfreiheit. Ich habe halt das Glück, dass die Mehrheit der Leute das nicht findet», erklärte sie auf heute.at.
Der Playboy ist nichts für Lena
Zugleich verriet sie, dass es bereits ein Angebot des Männer-Magazins Playboy gegeben habe. «Der Playboy hatte damals angefragt, ob er nicht die Gewinnerin der Castingshow 'Unser Star für Oslo« im Magazin haben könnte.» Gemeinsam mit den anderen Teilnehmerinnen habe sie sich dagegen entschieden.
Lena hatte mitten in der Vorbereitung auf Oslo ihre letzten Abitur-Prüfungen geschrieben. Ihre genaue Abinote verriet sie im News-Interview nicht: »Ich habe bestanden, das ist das Wichtigste.«
Begeistert ist die Hannoveranerin von der Satellite-Coverversion der Studentenband Uwu Lena, die gerade auf Platz vier in den Single-Charts eingestiegen ist. «Schland O Schland finde ich super. Ich hätte selber nie einen Fußballsong gemacht, deswegen ist das doch jetzt ganz praktisch, dass der Song umgedichtet wurde», betonte sie.
juz/news.de/ddp