Sind wir schon WM-müde?
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Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Artikel vom 26.06.2010
Ohne die Deutschen geht wenig: Die WM ist bislang nur mit deutscher Beteiligung ein Knaller. Den rekordverdächtigen Zuschauerwerten steht aber fast schon eine WM-Lethargie gegenüber. Die Sender reagieren und kürzen das Drumherum.
Am kommenden Mittwoch ist der Tag gekommen, auf den so viele Fußballfans gewartet haben. Endlich kann man ungestört von WM-Fußball die erste Runde der Champions-League-Qualifikation genießen: das Knallerduell Tre Fiori Fiorentino (San Marino) gegen Rudar Pljevlja (Montenegro) steht ins Haus. Wir erhoffen uns auch dazu fachkundige Analysen von Netzer und Delling und freuen uns auf die Land-und-Leute-Berichte von Franziska van Almsick. Doch bevor die WM-freien Tage in homöopathischen Dosen auf uns zu kommen, liegen bereits 48 Vorrundenspiele hinter uns, drei Viertel aller Spiele sind gespielt.
Vor der K.O.-Runde stehen für die übertragenden Sender recht maue Quoten zu Buche. Ob es an den allgegenwärtigen Vuvuzelas lag oder teils öden Spielen, die Zuschauer wollten offenbar nicht an jedem Abend WM-fern schauen. Quoten um neun Millionen Zuschauer bei Abendspielen waren keine Seltenheit. Der Hauptgrund für die teilweise schwache bis enttäuschende Sehbeteiligung war sicherlich die mangelnde sportliche Brisanz vieler Duelle. Nicht ganz unerwartet kamen einige Frühnachmittags-Kicks wie Neuseeland gegen die Slowakei und Chile gegen Honduras nur so eben über die Drei-Millionen-Marke.
Jogis Jungs als Quotengaranten
Die drei Auftritte der deutschen Elf waren hingegen eine sichere Bank für die übertragenden Öffentlich-Rechtlichen. Bei den Abendspielen gegen Australien und Ghana kratzte man an der bislang noch unerreichten 30-Millionen-Marke, das Ghana-Spiel war das meistgeschaute Vorrundenspiel der Geschichte (siehe Grafik). Zum Vergleich: Bei der WM 2006 im eigenen Land wurden beim entscheidenden Vorrundenspiel gegen Polen 23,88 Millionen Zuseher gezählt.
Das attraktivste Spiel ohne deutsche Beteiligung war die ungleiche Paarung Brasilien und Nordkorea, die sicher auch wegen des unerwartet knappen Ergebnisses im Match David gegen Goliath knapp 14 Millionen vor die Fernseher zog. Auch das zweite Abendspiel mit brasilianischer Beteiligung, die vermeintlich sportlich ansprechendere Partie gegen die Elfenbeinküste verbuchte immerhin gut 13 Millionen Zuschauer.
Ein sehr deutliches Signal schickten die Zuschauer per Fernbedienung an RTL. Der Sender kürzte seine Vorberichterstattung mit Günther Jauch und Jürgen Klopp um eine halbe Stunde, die Quoten der langwierigen Spielvorbereitungsberichterstattung waren dem Vernehmen nach miserabel. Auch bei der ARD strickt man mit heißer Nadel am Konzept. So wird am Sonntag die Stammtischrunde von Waldis WM-Club bereits am Nachmittag ausgestrahlt. Die Sendungen zuvor enttäuschten die Zuschauer reihenweise und die entsprechend mauen Quoten dann die Erwartungen der Macher, die zeitliche Nähe zum Kracher gegen England soll auch den Altherrenwitzen zu einer zweistelligen Millionenquote verhelfen.
Nur 50.000 Zuschauer bei Mexiko-Uruguay
Wenig erfolgreich war die Übertragung der jeweils unbedeuterenden Partien in der laufenden Woche. Auf den Sparten-Digitalkanälen von ARD und ZDF waren die Quoten kaum messbar: nur 50.000 Zuschauer wollten das Spiel Mexiko gegen Uruguay bei ZDFinfo sehen. Bei den interessanteren Partien auf ARD und ZDF wurde allerdings bei Toren oder Großchancen immer wieder zu diesen Spielen geschaltet, so dass es wenig Anlass zum Hin- und Herschalten gab. RTL konnte hingegen am Donnerstagabend mit der de facto bedeutungslosen Partie Niederlande-Kamerun immerhin etwa vier Millionen Zuschauer anlocken, während im ZDF gut 7,35 Millionen bei Japan gegen Dänemark zuschauten.
Die WM geht mit dem heutigen Tag endgültig in die Alles-oder-Nichts-Phase über, auch für die Zuschauer. Die TV-Sender haben Bescheid bekommen, dass weniger Drumrum mehr ist. Jetzt liegt es allein an Jogis Jungs, die WM noch zu einem richtigen Fernsehhit zu machen. Vielleicht fällt ja schon gegen England die magische 30-Millionen-Marke.
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Wann merken die so genannten "FANS", dass dieser ganze Quatsch vom "Volkssport" Fussball nur eine RIESIGE GELDDRUCKMASCHINE ist? Alle versuchen nur, soviel Kohle wie möglich mit der Dummheit der Menschen aller Länder, die an diesem Volkssport beteiligt sind, zu verdienen. Wie das geht, hat doch der int. Fußballverein damit bewiesen, dass die Models, die "oranje T-Shirts" getragen haben (ohne Werbeaufdruck) im Stadion verhaftet wurden. Nachdem die Brauerei irgendwelche Zusagen gemacht haben (vielleicht ein PAAR MILLÖNCHEN??????)wurden die Models auf freien Fuß gesetzt.IHR ARMEN IRREN!!!
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