Der König ist tot, es lebe der König
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Ein Jahr nach dem Tod von Michael Jackson haben Menschen aus aller Welt des «King of Pop» gedacht. Was die Fans am stärksten schmerzte: Der Zugang zu Jacksons Grab war stark eingeschränkt und das Singen von Jackson-Liedern oder Tanzen war untersagt.
In Gary im Bundesstaat Indiana, einem Vorort von Chicago, campierten Fans schon in der Nacht vor dem Haus, in dem Jackson aufgewachsen war. In den ganzen USA sollte es Gedenkgottesdienste, Trauerfeiern und auch Feste mit Jackson-Musik geben. Für den Friedhof in Glendale bei Los Angeles, auf dem Jackson ruht, gab es allerdings erhebliche Verbote.
In Gary hat sich die Nachbarschaft schon seit Wochen auf den Tag vorbereitet, schrieb die Chicago Suntimes. Der Rasen wurde auf Vordermann gebracht, der Bürgersteig ausgebessert. Beaufsichtigt habe alles Katherine Jackson, die 80 Jahre alte Mutter des Sängers. Sie wollte am Nachmittag (Ortszeit) ein Denkmal für ihren Sohn enthüllen, das von einem früheren Standort zum Haus der Familie gebracht worden war.
Auch an anderen Orten versammelten sich Fans, hielten Kerzen und sangen die ruhigeren von Jacksons Hits wie Heal The World. Auf dem Friedhof an Jacksons Grab war das allerdings verboten. Jacksons drei Kinder waren zumindest am Tag vor dem ersten Todestag auf Hawaii. Eine britische Zeitung zeigte Bilder von Prince Michael, 13, Paris, 12, und Blanket, 8, beim Baden im Pazifik. Die Familie habe die Kinder nach Hawaii gebracht, um sie vom Trubel fernzuhalten, hieß es.
Kurz vor seinem Tod soll Jackson um sein Leben gefürchtet haben. Er habe Angst gehabt, dass ihn jemand umbringen wolle, sagte seine Mutter Katherine dem Fernsehsender NBC in New York. «Er hat mir ein paar Mal gesagt, dass er das Gefühl habe, dass jemand ihn weg haben wolle, tot haben wolle», sagte die 80-Jährige in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview. «Einfach, dass einige gemeine, böse, teuflische Leute ihn nicht da haben wollten wegen eines bestimmten Grundes. Sie sind gierig.»
Jackson war am 25. Juni 2009 gestorben, nachdem sein Arzt Conrad Murray ihm unter anderem das Narkosemittel Propofol verabreicht hatte. Dafür muss sich der 57-Jährige demnächst vor Gericht verantworten.
car/news.de/dpa
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