Kein Berufsverbot für Jackson-Arzt
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Der frühere Leibarzt von Michael Jackson darf in Kalifornien weiter praktizieren. Auch in Texas und Nevada darf er arbeiten - allerdings unter einer Bedingung. Wann ihm der Prozess wegen fahrlässiger Tötung gemacht werden soll, ist weiter unklar.
Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte frühere Leibarzt von Michael Jackson darf weiterhin in Kalifornien praktizieren. Ein Gericht in Los Angeles wies am Montag einen Antrag der Behörden zurück, Conrad Murray die Zulassung zu entziehen. Dem Mediziner wird vorgeworfen, Jackson vor seinem Tod am 25. Juni 2009 eine Überdosis des Narkosemittels Propofol verabreicht zu haben.
Wann der Prozess gegen ihn beginnt, ist noch nicht klar. Für diese Entscheidung beraumte Richter Michael Pastor eine Voranhörung (Preliminary Hearing) für den 23. August an, berichtete der Internetdienst Tmz.com. Der Termin könnte noch einmal verschoben werden, jedoch nicht länger als 60 Tage. Die Voranhörung könnte sich nach Angaben aus Justizkreisen über mehrere Tage, möglicherweise sogar eine Woche erstrecken.
Murray war im Februar der fahrlässigen Tötung des «King of Pop» angeklagt worden. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen und befindet sich gegen eine Kaution von 75.000 Dollar auf freiem Fuß. Der Arzt arbeitet derzeit in zwei Kliniken in Texas und Nevada, darf dort allerdings keine Narkosemittel verabreichen. Seine Anwälte hatten befürchtet, dass die Behörden in beiden Staaten nachziehen könnten, wenn ihm in Kalifornien die Zulassung entzogen würde.
Fans fordern eine gerechte Strafe
Fans des «King of Pop» hatten sich schon am frühen Montagmorgen (Ortszeit) vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles versammelt. Auf Plakaten und in Sprechchören verlangten sie «eine gerechte Strafe» für «Michaels Mörder». Wegen der überwältigenden Nachfrage von Journalisten aus aller Welt verloste das Gericht die Sitzplätze in Richter Pastors Kammer, wie dessen Assistentin sagte.
Wie bei früheren Gerichtsterminen stellten sich auch die Eltern des Popstars, Katherine und Joe Jackson, sowie die Geschwister La Toya, Jermaine und Randy ein. Vater Joe hatte seiner Frau in einem Interview des britischen Boulevardblattes News of the World vorgeworfen, den Tod des berühmten Sohnes nicht verhindert zu haben. Er habe sie mehrfach gebeten, zu Michael zu ziehen und ihn von seiner Tablettensucht zu befreien. Katherine Jackson wies die Kritik über ihren Anwalt als Unfug zurück.
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Ampullen verschwinden lassen oder Jackson eventuell retten? Der Hausarzt entschied sich für die mehr ...
Der Leibarzt von Michael Jackson kommt vor den Haftrichter. Conrad Murray bekennt sich mehr ...
Michael Jacksons Leibarzt tritt die Flucht nach vorne an: Er will sich den Behörden stellen und auf «nicht schuldig» mehr ...
Die Polizei weigert sich, Conrad Murray ohne Handschellen ins Gerichtsgebäude gehen zu lassen und verschiebt die mehr ...
Wer hätte das gedacht? Hautaufhellende Salben und Narkosemittel haben die Ermittler in Jacksons Haus mehr ...
Samtsofa und Leopadenstuhl - die extravaganten Möbel von Michael Jackson werden mehr ...