Von news.de-Redakteurin Mara Schneider
Lange haben die Fans der Vampirsaga auf eine Fortsetzung gewartet. Nun ist Biss zum ersten Sonnenstrahl endlich im Handel. Das kurze zweite Leben der Bree Tanner ist nett gemacht. Und dann ist Buch auch schon wieder zu Ende.
Biss zum ersten Sonnenstrahl ist eines dieser Bücher, die man ohne Probleme an einem Tag durchlesen kann. Nicht, weil es so unsagbar spannend ist, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Nein. Das neueste Werk von Erfolgsautorin Stephenie Meyer liest sich nur einfach so locker flockig, dass man die letzte Seite erreicht hat, ehe man weiß, was eigentlich passiert ist.
Auf rund 200 Seiten beschreibt Meyer mit einfachen Worten Das kurze zweite Leben der Bree Tanner. Einer jungen Vampirin, die im dritten Teil der Twilight-Saga einen kurzen Auftritt als Randfigur hatte. Sie gehörte zu jener Gruppe «Neugeborener», die Edward Cullen, seine gesamte Familie und seine Menschenfreundin Bella Swan auslöschen sollten. Bree ergab sich als einzige und sollte von den Cullens verschont werden. Doch die Volturi, die geheime Vampirpolizei, kannten keine Gnade und so landete Bree zusammen mit dem Rest der Vampirarmee auf dem Scheiterhaufen.
Das Ende von Biss zum ersten Sonnenstrahl bietet somit keinerlei Überraschungen. Bree wird sterben. Mit den Augen des nur wenige Monate alten Vampirmädchens erlebt der Leser jene Tage kurz vor dem Angriff auf die Cullens. Meyer beschreibt, unter welchen Bedingungen die Vampirsoldaten erschaffen werden, wie sie hausen, wie sie auf Menschenjagd gehen und welch unsägliche Qualen sie erdulden müssen, wenn ihnen frisches Blut verwehrt wird.
Was den einen als extrem makaber, bisweilen gar menschenverachtend erscheinen muss, ist für Fans der Twilight-Saga ein mehr oder weniger gelungener Einblick hinter die Kulissen. So erfährt man, dass Vampire nur Huren, Obdachlose und den Abschaum der Menschheit verspeisen. Dass auch Vampire an Märchen glauben und die wenigsten von ihnen hell genug sind, um weiter als bis zur nächsten Mahlzeit zu denken.
Den Stil, den Meyer für ihre Erzählung wählte, ist dabei wenig spektakulär. Immer wieder verfängt sie sich in Gedankenmonologen, die teilweise mehrere Seiten beanspruchen. Das Geschehen plätschert so dahin wie ein kleines Bächlein, das vergebens darauf hofft, irgendwann ein reißender Strom zu werden. Bree erkennt früh, dass sie nur erschaffen wurde, um für die Rachepläne einer anderen zu sterben. Abwenden kann sie ihr Schicksal dennoch nicht. Ihr Weg in den Tod ist geradlinig, die Beschreibung desselbigen wenig kreativ.
Zu den bisherigen Twilight-Romanen mag Biss zum ersten Sonnenstrahl daher eine nette Ergänzung sein. Wer bisher nicht vom Vampirfieber gepackt wurde, den wird dieses Buch aber erst recht nicht vom Hocker reißen. Manch einer munkelt schon, ob Meyer die Erzählung tatsächlich für ihre Fans geschrieben hat oder einfach nur ein bisschen mehr Geld in ihre Kasse spülen wollte, um die Zeit bis zum nächsten Kinofilm zu überbrücken.
Autor: Stephenie Meyer
Titel: Biss zum ersten Sonnenstrahl. Das kurze zweite Leben der Bree Tanner
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 204
Preis: 15,90 Euro
Erscheinungsdatum: 5. Juni 2010
Some time before, I really needed to buy a car for my firm but I didn't have enough money and couldn't purchase anything. Thank goodness my mate proposed to try to get the credit loans from reliable creditors. Hence, I acted that and used to be happy with my financial loan.
jetzt antwortenKommentar meldenDas ist ein überteuertes Büchlein, gesetzt in größerer Schrift, damit wenigstens 200 Seiten zusammenkommen. Diese Fingerübung der Autorin, die aus einer Vita wie man sie IMMER braucht für jede Person, wenn man ein Buch schreiben will) eine lange Erzählung gemacht hat, ist eine reine Geldschneiderei. Frau Meyer hat bei uns 'ne Menge Sympathiepunkte verloren, denn SO kann man auch den Teenies das Geld aus der Tasche ziehen. Na, und es gibt ja noch jede Menge Leute - Vampire, Werwölfe, normale Einwohner - die ein eigenes Buch bekommen können.
jetzt antwortenKommentar melden