Acht Jahre lang lebte Natascha Kampusch in Gefangenschaft, 2006 gelang ihr die Flucht und rührte die ganze Welt mit ihrer Geschichte. Nun wird ihr Schicksal verfilmt - vom Hollywood-Regisseur Bernd Eichinger. Kampusch hat ihre Zustimmung zum Film gegeben.
Produzent Bernd Eichinger (Der Baader Meinhof Komplex) bringt die Entführung und rund achtjährige Gefangenschaft von Natascha Kampusch ins Kino. Das einstige Entführungsopfer habe der «behutsamen» Umsetzung zugestimmt, teilte die Constantin Film am Donnerstag in München mit. «Viele einfühlsame Zusendungen der letzten Jahre haben mich dazu bewegt, mein Schicksal verfilmen zu lassen», sagte die Österreicherin den Angaben zufolge.
Der Journalist und Dokumentarfilmemacher Peter Reichard, der Kampusch für die ARD-Reportage Natascha Kampusch - 3096 Tage Gefangenschaft über mehrere Monate hinweg interviewt hatte, wird das Drehbuch mitentwickeln. Die Dreharbeiten sind für 2011, der Kinostart für 2012 geplant.
«Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Natascha Kampusch uns das Vertrauen entgegenbringt, ihre Geschichte zu verfilmen», sagte Eichinger. «Peter Reichard und mir geht es darum, dass nach all den Medienspekulationen und Politskandalen, die der Entführungsfall Natascha Kampusch ausgelöst hat, erzählt wird, was wirklich geschehen ist.»
Kampusch war als Zehnjährige im März 1998 nahe Wien entführt und von ihrem Peiniger in einem Keller gefangen gehalten worden. Im August 2006 gelang ihr die Flucht. Ihr Entführer nahm sich das Leben.
juz/car/ivb/news.de/ddp