Von Anja Opitz
Kurz vor der Weltmeisterschaft hat das Fußballfieber auch Entertainer Oliver Pocher gepackt: In Pochers Sommermärchen erklärt der Comedian, warum Deutschland in diesem Jahr Weltmeister wird, und im Interview, warum er selbst in die Nationalelf gehört.
Herr Pocher, wann haben Sie zum letzten Mal selbst auf dem Fußballfeld gestanden?
Pocher: Am 8. Mai 2010. Nach dem letztem Spieltag beim Spiel Bochum-Hannover 96, um den Klassenerhalt mit der Mannschaft und den Fans zu feiern.
Auf welcher Position sind Sie am stärksten?
Pocher: Ich würde sagen, ich bin ein klassischer Stürmer. Lange sieht man von mir nichts, aber in den wichtigen Momenten bin ich da. Ab und zu stelle ich mich auch mal gerne ins Tor.
Ihr Fußballmotto?
Pocher: Da halte ich es mit Lukas Podolski: «Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel».
Sie werden oft als fußballverrückt bezeichnet. Wie sieht Ihr Leben mit der Sucht aus?
Pocher: Solange ich ein- bis zweimal in der Woche meine Dosis bekomme, habe ich alles im Griff.
Wie sieht ein klassischer Fußball-Abend bei Ihnen aus?
Pocher: Am liebsten bin ich natürlich live im Stadion dabei. Ansonsten ist ein klassischer Fußball-Abend bei mir, wie bei den meisten anderen auch. Ein paar Freunde, Fernseher an und ein paar schlaue Kommentare. Mehr braucht es gar nicht.
Ist Ihre Freundin Sandy dabei oder muss sie in die Küche?
Pocher: Sie ist oft mit dabei. Als Bayern-Fan hatte sie diese Saison ja auch allen Grund dazu.
Was dürfen wir uns unter Pochers Sommermärchen vorstellen?
Pocher: Eine unterhaltsame und lustige Sendung für die ganze Familie. In der ersten Ausgabe nenne ich den Zuschauern zehn Gründe, warum Deutschland Fußball-Weltmeister 2010 wird. In der zweiten Folge zehn Gründe, warum die anderen es nicht werden. Danach sollte jedem klar sein, wer am 11. Juli den vierten Stern auf der Brust trägt.
Sie treffen in Ihrer Sendung unter anderem auf holländische und englische Fußballfans. Was unterscheidet diese von den deutschen Fans?
Pocher: Das sind mehrere Dinge. Zum einen ist es die Nationalität. Außerdem sprechen beide Fangruppen andere Sprachen.
Warum sind die deutschen Fans die besten?
Pocher: Seit 2006 ist diese Frage wohl überflüssig. Aber auch dieser Frage gehe ich im Detail in der Sendung nach.
Warum wird Ihre Show besser als Waldis WM-Club, bei dem Ihr Ex-Kollege Harald Schmidt mitgewirkt hat?
Pocher: Die beiden Sendungen kann man nicht miteinander vergleichen. Bei uns gibt es keine Talkrunde, sondern eine frische Mischung aus Moderationen und Einspielfilmen.
Wann wird die Fußballnationalmannschaft von Sansibar, deren Teamchef Sie seit 2006 sind, endlich Weltmeister?
Pocher: Wir haben keine Eile, aber 2014 in Brasilien sollte es so weit sein.
Haben Sie mit der Geburt Ihrer Tochter eigentlich die Hoffnung auf einen Fußballstar in der Familie aufgegeben?
Pocher: Ganz im Gegenteil. Ich rechne mir immer noch gute Chancen aus, für die WM 2010 zum Kader von Jogi Löw zu gehören. Ich habe diese Saison nur zwei Tore weniger als Lukas Podolski geschossen. Das heißt, ich bin zumindest eine Alternative.
Haben Sie schon ein Deutschland-Shirt für Ihre Tochter Nayla gekauft?
Pocher: Noch nicht. Sobald ich meine Rückennummer kenne, bekommt Sie eins.
Pochers Sommermärchen, 22. Mai, 23.45 Uhr, 28. Mai, 22.20 Uhr, und 2. Juni, 23.15 Uhr, Sat.1
car/news.de/ddp