Mick Jagger herzt Bernie Ecclestone, Michael Douglas plaudert mit Ex-Weltmeister Lewis Hamilton - und Jennifer Lopez zieht im Sommerkleid die Blicke auf sich. Den Formel-1-Klassiker in Monte Carlo wollen sich die Hollywoodstars nicht entgehen lassen.
Das Rennen in den Häuserschluchten von Monaco ist auch im 60. Jahr der Königsklasse der Formel-1-Magnet. 1,97 Quadratkilometer misst das Fürstentum an der Côte d'Azur lediglich. Einmal im Jahr wird es zum größten Laufsteg des Motorsports. Party-Girl Paris Hilton tanzte auf dem schwimmenden Floß von Red-Bull, Schauspielerin Liz Hurley gab sich bei der Modenschau zugunsten von Elton Johns AIDS-Stiftung die Ehre. Wahl-Monegassen wie Nico Rosberg tauschten den Rennoverall zum Défilé gegen das Designer-Outfit.
Und auch der umstrittene Flavio Briatore ließ es sich nicht nehmen, beim Glamour-Grand-Prix erstmals nach seiner Sperre von rund acht Monaten wieder im Fahrerlager aufzutauchen. Praktischerweise lag seine beeindruckende Yacht mit Namen «Force Blue» gleich im Hafen von Monte Carlo vor Anker - wie so manch anderes zig-millionen schweres Schiff.
Knappe Shorts und Mini-Bikinis
Nicht nur die Leitplanken sind auf dem 3340 Meter langen Kurs so dicht an den Fahrern dran wie nirgendwo anders. Auch für die Zuschauer sind die Piloten zum Greifen nah. Am Zaun zum Fahrerlager harren sie aus, nur um einen Blick zu erhaschen. Wer Glück hat und in der ersten Reihe steht, bekommt vielleicht sogar ein Autogramm - oder sieht aus nächster Nähe Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone. Dessen mobiler Wohn-Truck ist direkt am Eingang postiert.
Viel Platz ist nicht, das Gedränge daher umso größer. Mancher Party- PS-Gast nutzte - zwischen der ein oder anderen Runde alkoholischer Getränke - den Pool auf dem Deck der imposanten Red-Bull-Bleibe sogar zur Abkühlung. Dass man sich selbst am meisten dabei feierte, gehörte wohl dazu.
Die Reichen und die Schönen oder auch die, die sich dafür halten. Mädels in knappen Shorts, noch knapperen Bikini-Oberteilen und hohen Absätzen, «Promis», die an Hafen promenieren und Zuschauer, die sich einfach auf ihren Balkon setzen und vor dort das Rennen beobachten können. Von seinem Reiz hat der Klassiker der Formel 1 nichts verloren.
sck/dst/news.de/dpa