Charlotte Lewis war 16, als sich Roman Polanski angeblich an ihr verging. 28 Jahre später spricht die Schauspielerin über den Vorfall - und hofft, damit zur Verurteilung des Regisseurs beizutragen. Und auch ein anderer Promi hät Polanski für schuldig.
Neue Anschuldigungen gegen Roman Polanski: Die britische Schauspielerin Charlotte Lewis wirft dem Regisseur vor, sie im Alter von 16 Jahren in Paris sexuell missbraucht zu haben. Polanski habe sich 1982 an ihr vergangen - vier Jahre, bevor sie in seinem Film Piraten mitspielte, sagte Lewis am Freitag vor Journalisten in Los Angeles.
Lewis hat sich in der Stadt mit der Staatsanwaltschaft getroffen, die mit dem Polanski-Fall betraut ist. Das bestätigte eine Sprecherin des Bezirksgerichts. Die Aussagen ihrer Klientin würden hoffentlich zur Verurteilung Polanskis führen, sagte die Anwältin von Lewis, Gloria Allred.
Der Hollywood-Schauspieler Michael Douglas will sich den Solidaritätsbekundungen prominenter Kollegen für den Star-Regisseur unterdessen nicht anschließen. Er werde die vom französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy initiierte Petition gegen eine Auslieferung Polanskis an die USA nicht unterschreiben, erklärte Douglas am Rande der Filmfestspiele in Cannes in einem Radio-Interview. Er hielte es für falsch, eine Petition für jemanden zu unterschreiben, «der das Gesetz gebrochen hat», sagte der Schauspieler.
Der Regisseur befindet sich in der Schweiz unter Hausarrest und wehrt sich gegen seine Auslieferung an die USA. Die US-Justiz wirft Polanski vor, 1977 eine 13-Jährige missbraucht zu haben. Polanski hatte nach seiner Inhaftierung 1978 gestanden, er habe Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen gehabt, entzog sich aber einer Verurteilung durch Flucht nach Frankreich.
hav/news.de/ap