Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Böse Zungen halten ihn für eine Mumie: Inspector Barnaby aus dem beschaulich-schaurigen Midsomer. Im ZDF ermittelt er wieder in drei neuen Fällen. Los geht es mit einem Mord an einem Fotografen und einem ganzen Sack voll Verdächtigen.
Die fiktive englische Grafschaft Midsomer ist eine merkwürdige Gegend. So idyllisch die Landschaft und malerisch die Dörfer dort sind, so skurril sind die Bewohner. Denn dort verläuft nichts so wie im Rest der Welt. Schon wieder ist ein Mord passiert – diesmal hat es den Fotografen Rex Masters getroffen. Ein Fall für Inspector Barnaby, dessen Fans sich nicht sorgen müssen, dass der Ermittler arbeitslos werden könnte.
Wieso auch? Wenn Inspector Barnaby im ZDF ermittelt, schalten 4,1 Millionen Zuschauer ein. Das entspricht laut ZDF-Angaben einem Marktanteil von 18,1 Prozent. Die britische Krimireihe, die auf Motiven der preisgekrönten Romane Midsomer Murders von Caroline Graham basiert, gehört damit zu den erfolgreichsten Sonntags-Krimireihen im Zweiten.
Zum Auftakt von drei neuen Mordfällen und vier Wiederholungen geht das ZDF - zumindest in Sachen Synchronität der Folgen – sehr stiefmütterlich vor. Wurden zu Beginn des Jahres Folgen aus den Staffeln drei und vier gezeigt, geht es nun mit Das Tier in dir plötzlich mit der zweiten Folge aus der zehnten Staffel weiter. Gerade mit Blick auf die wechselnden Assistenten von Inspector Barnaby wäre hier mehr Sorgsamkeit im Umgang mit den weiteren Ausstrahlungen wünschenswert.
Ansonsten hat sich in Midsomer nicht wirklich viel verändert. Die Mordrate ist so hoch wie eh und je, skurrile Typen treffen auf den stets korrekten Chefermittler, und auch die Fälle sorgen zumindest für solide Sonntagabend-Unterhaltung. Für mehr reicht es nach der mittlerweile mehr als eine Dekade umfassenden (Über-)Lebensdauer der Serie leider nicht mehr.
Im neuen Fall präsentieren alle, die dem Fotografen Rex Masters nahe standen, jeweils ein anderes Testament über sein gesamtes Vermögen – aber nur das Schriftstück von Masters’ Haushälterin Janet Bailey wird als gültig anerkannt. Als dann auch noch Rex’ Nichte Faith Alexander aus den USA anreist, ist die Verwirrung perfekt. Denn Rex hat immer erzählt, Faith und ihre Familie seien bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.
Auch in der insgesamt 53. Folge aus der im Jahr 2007 abgedrehten zehnten Staffel, die von Regisseur Renny Rye (Silent Witness) nach einem Drehbuch von David Hoskins (The Bill) verfasst wurde, überwiegt im wahrsten Sinne des Wortes die Langeweile. Sehr dialoglastig und wenig überraschend wird der Fall um den ermordeten Fotografen abgearbeitet. Quälend lang zieht sich die Ermittlung dahin.
Überraschende Wendungen sind Mangelware, und am Schluss ist man eher froh als traurig, dass der Film zu Ende ist. Trotz aller Bemühungen und guter Schauspielarbeit gelingt es letztlich auch den Hauptdarstellern John Nettles als Inspector Barnaby und Jason Hughes als Sergeant Ben Jones nicht, das Publikum für zu vereinnahmen und über das blasse und spannungsarme Drehbuch hinwegzutrösten.
Trotz alledem empfiehlt es sich aber als Zuschauer, permanent auf der Hut zu sein und der Handlung zu folgen. Denn als britischer Krimi wartet auch dieser Film mit einer Fülle an Personen und Motiven auf, die sich bei zu viel Ablenkung kaum noch nachvollziehen lassen. Interessant ist zudem, dass die Rolle der Faith von Lisa Eichhorn gespielt wird. In den 1980er Jahren war Eichhorn schwer angesagt, spielte neben Richard Gere in Yanks, neben Jeff Bridges in Cutter’s Way und später in Roland Emmerichs Moon 44. Und jetzt eben in Midsomer neben Inspector Barnaby.
Inspector Barnaby, drei neue Folgen und vier Wiederholungen, sonntags ab dem 16. Mai, jeweils 22 Uhr, ZDF
Die krimiserie Inspector barnaby ist einvach sehr gut,das ist mal eine andere version( englischer humor) die beser past, als die die es gibt. ich hoffe das diese serie immer weiter geht .den das ist meine lieblingsserie.
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