Es gibt sie noch, die letzten grünen Paradiese Europas - ursprüngliche Wälder, die noch nicht von Menschen verändert wurden. In einer fünfteiligen Dokumentationsreihe stellt der Fernsehsender Arte die letzten Vertreter von Europas Urwäldern vor.
Während noch vor 2000 Jahren nahezu der gesamte Kontinent mit dichten Wäldern bewachsen war, musste ein Großteil menschlichen Siedlungen, Straßen oder durch Holzrodung weichen, wie der Sender mitteilte. Die fünf vorgestellten Landschaftsräume sind jedoch noch weitgehend unberührt und damit für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten die letzten Refugien. Die Reihe Europas Urwälder wird vom 17. Mai an täglich um 19.30 Uhr ausgestrahlt.
Den Auftakt zu der Themenserie macht der im schwedischen Teil Lapplands gelegene Muddus Nationalpark. Das Gebiet ist kaum erschlossen, nur wenige Menschen haben den Nationalpark am Polarkreis bisher betreten. Zahlreiche Rentiere, Elche und Braunbären leben hier. Doch die Parkranger und die Bewohner der Region befürchten, dass Holzfäller und Wilderer den Lebensraum zerstören könnten.
Im zweiten Teil steht der Bayerische Wald im Fokus, wo unter anderem ein Luchsprojekt Leben und Verhalten der Großkatze erforscht. An der polnischen Grenze zu Weißrussland liegt der Nationalpark Bialowieza, der zur Heimat des Wisents geworden ist. Das größte europäische Landsäugetier hatte in den 1920er Jahren bereits als nahezu ausgestorben gegolten. In dem 43-minütigen Film Wilde Karpaten entführen die Filmer den Zuschauer in den größten zusammenhängenden Buchenurwald Europas, wo über 40 Meter hohe und bis zu 400 Jahre alte Bäume stehen.
Den Abschluss der Reihe bildet der Nebelwald auf der Kanareninsel La Gomera. Der dort verbliebene Lorbeerwald soll vor 20 Millionen Jahren den gesamten Mittelmeerraum überzogen haben. Die Passatwinde sorgen ganzjährig für Feuchtigkeit, so dass ein mystischer Nebelschleier die Bäume umgibt.
Europas Urwälder, 17. bis 21. Mai, 19.30 Uhr, Arte
car/news.de/ddp
Die Kanaren gehören zu Afrika!
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