Brisanter Fund im Fall Kachelmann: In der Wohnung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers ist laut einem Medienbericht ein Messer mit Kachelmanns Fingerabdrücken gefunden worden. Die Ermittler prüfen, ob es eine Tatwaffe sein könnte.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist in der Wohnung des Vergewaltigungsopfers ein Messer mit Jörg Kachelmanns Fingerabdrücken gefunden worden. Die Ermittler prüften jetzt, ob das Messer bei der vorgeworfenen Tat eine Rolle gespielt haben könnte. Die Anwälte des TV-Wettermoderators wollen dies nicht kommentieren, so die Zeitung weiter.
Fakt ist: Die Anwälte von Kachelmann haben bisher keinen Antrag auf Haftprüfung gestellt. Nach Informationenen der Süddeutschen Zeitung wurde bisher auch nicht darüber verhandelt, Kachelmann gegen Zahlung einer Kaution freizulassen. Das könnte bedeuten, dass der Moderator bis zum Beginn eines möglichen Prozesses Ende des Jahres in Haft bleiben müsste.
«Liegt es an dem angeblichen Messer-Fund?», fragt sich nun die Bild. Und führt außerdem an, dass bereits vor vier Wochen das Nachrichtenmagazin Focus über ein Messer berichtete. Kachelmanns Anwälte ließen diese Darstellung jedoch verbieten. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben weiterhin von dringendem Tatverdacht aus.
Kachelmann war am 20. März auf dem Rückweg von den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet worden. Dem 51-Jährigen wird vorgeworfen, Anfang Februar seine langjährige Freundin nach einem Beziehungsstreit vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe.