Von wegen klickediklick
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Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Artikel vom 20.04.2010
Achtlos besuchen wir täglich unzählige Webseiten, ohne zu würdigen, wie viel Arbeit dahinter steckt. In der Programmierung, den Inhalten, dem Design. Unser heutiger Clip-Tipp könnte das ändern. In nur drei Minuten erleben wir, wie ein Blog entworfen wird. Kreativität im Zeitraffer.
Wenn man Sie jetzt fragen würde, wo Sie gerade sind, könnten Sie antworten: «Im Internet.» Stimmt ja auch. Sie surfen gerade auf news.de, kommen vielleicht von Google oder irgendeiner anderen Suchmaschine, und irgendwann werden Sie weitersurfen, vielleicht Ihre E-Mails abrufen, oder nach Rezepten für das Abendessen suchen, oder nach dem TV-Programm.
Doch haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wie all diese Millionen von Internetseiten, die sie besuchen könnten, all die unzähligen, die Sie schon besucht haben, überhaupt entstehen? «Jahaaa!», werden Sie jetzt vielleicht sagen. «Das ist doch ganz einfach! Da setzen sich ein paar Tüftler einige Stunden vor einen Bildschirm und klickediklick – wird schon nicht so lange dauern bei diesen Mausschubsern – setzen die aus irgendwelchen Bausteinen halt so Zeug zusammen. Fertig.» Doch Pustekuchen.
Webseiten entwerfen kann zwar im Prinzip jeder, mit einigen wenigen Werkzeugen und Programmen bekommen das selbst eingefleischte Technikhasser hin. Doch die guten Seiten, die aufwändigen Seiten, die brauchen Erfahrung, Talent und vor allem: Zeit.
Werfen Sie doch beispielsweise mal einen Blick auf das vtravelled Blog. Sie werden es wahrscheinlich nicht kennen, doch wenn Sie sich dort ein wenig durchklicken und schätzen müssten: Wie lange hat der Designer wohl an dieser Seite gesessen? Wohlgemerkt: nur der Designer ...
Es waren etwa 30 Stunden. Und wenn Sie sich jetzt fragen, was zum Teufel der Gute denn die ganze Zeit über gemacht hat, dann sollten Sie sich sein Video ansehen, unseren heutigen Clip-Tipp. Im Zeitraffer können Sie John O'Nolan, so heißt der Designer, dabei begleiten, wie aus einem weißen Bildschirm ein fertiges Design entsteht, von der ersten Linie über die Farb- und Schriftauswahl bis zum letzten Klick. Ein beeindruckendes Dokument. Wenn man das einmal gesehen hat, blickt man mit anderen Augen auf all die Millionen Webseiten, die man besuchen könnte. Und auf all die unzähligen, die man schon besucht hat.
juz/reu/news.de
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