Unbedeutende Gerüchte: Gelassen dementriert Carla Bruni, dass sie und ihr Mann einander fremdgegangen sind. Echte Sorgen bereite dem mächtigsten Ehepaar Frankreichs lediglich die Krise.
Die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy hat die im Internet gestreuten Gerüchte über angebliche Seitensprünge in ihrer Ehe als «unbedeutend» bezeichnet. «Es gibt keine Verschwörung», sagte sie dem Sender Europe-1.
«Es stimmt, dass wir Opfer von Gerüchten wurden.» Gerüchte gebe es immer und das sei menschlich. Ihr Mann Nicolas Sarkozy habe «nur eine Sorge»: «Das sind nicht die Gerüchte.» Es sei vielmehr die Krise.
Die von einem 23-jährigen Blogger über die Internetseite des Journal du Dimanche lancierten Gerüchte waren von britischen Medien als Information der Zeitung aufgegriffen worden und hatten daraufhin ein internationales Echo gefunden. «Ich bin gekommen, damit die Affäre kein Ausmaß annimmt, das ich lächerlich finde», sagte Carla Bruni-Sarkozy, die unter dem Namen Carla Bruni als Sängerin auftritt und früher als Model gearbeitet hat. Die Pariser Staatsanwaltschaft versucht nach einer Klage des Journal du Dimanche jetzt, Quellen und Wege der Gerüchte aufzudecken.
Auch im Namen ihres Mannes distanzierte sich Carla Bruni-Sarkozy von Aussagen des Präsidentenberaters Pierre Charon. Der hatte den Verdacht geäußert, Ex-Justizministerin Rachida Dati sei in die Affäre verwickelt. Charon hatte zudem ein juristisches Vorgehen gegen die Gerüchteköche mit den Worten begründet: «Die Angst muss die Seite wechseln». In Medien war gestreut worden, Sarkozy habe Dati wegen der Affäre abgestraft. Doch die Präsidentengattin sagt: «Rachida Dati bleibt unsere Freundin.»
Kein unbeschriebenes Blatt
Dabei hat die französische First Lady früher nicht gerade ein keusches Leben geführt. Ihr werden unter anderem Affären mit Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger, Slowhand Eric Clapton oder dem Milliardär Donald Trum nachgesagt. Auch ein französischer Staranwalt und ein Parteimitglied der französischen Sozialisten sollen auf ihrer Liste stehen. Den Philosophen Jean-Paul Enthoven hat sie sogar wegen seines Sohnes Raphael verlassen.