Der Spiegel siegt in der Königsklasse, das Zeit Magazin hat das beste Cover und Der Freitag ist das beste Web-Magazin - in Hamburg sind die 19. Lead Awards vergeben worden.
Vor rund 1300 Gästen in den Hamburger Deichtorhallen sind bei den Lead Awards herausragende Arbeiten aus den deutschen Print- und Online-Medien in 20 Kategorien ausgezeichnet worden. Zum «Lead-Magazin des Jahres» wurde der Spiegel bestimmt, auf dem zweiten Platz landete die Fußballzeitschrift 11 Freunde, gefolgt vom Modetitel Vogue.
«Der Spiegel ist sympathischer, zeitgemäßer, aufgeräumter und zugänglicher als früher», begründete der Vorsitzende der Lead-Academy, Markus Peichl, die Preisvergabe. Die journalistische Krise, in der er eine Zeit lang gesteckt habe, sei überwunden. «Für die Jury war entscheidend, dass der Spiegel unter Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron nicht mehr so überheblich und besserwisserisch daherkommt», sagte Peichl. «Er hat an Arroganz verloren - und gleichzeitig an Relevanz gewonnen.»
Zum «Cover des Jahres» kürte die 120-köpfige Jury das Zeit Magazin mit dem Titel «Ich glaub ich trete aus - Katholizismus in Deutschland». Silber ging an das Wirtschaftsmagazin Brand Eins, Bronze erneut an den Spiegel mit seinem Titel zum Selbstmord von Torwart Robert Enke.
Publikum für Berufspendler, Jury für Obamas
Über den ersten Platz in der Kategorie «Newcomer des Jahres» dürfen sich die Macher von Ein Magazin für Orte freuen. Das Heft beschäftige sich ausschließlich mit Plätzen und sei «Special Interest» mal auf eine ganz andere Weise, lautete die Begründung der Jury. «Wir alle bewegen uns auf Plätzen, jeder hat seinen Lieblingsplatz, Plätze definieren unser Leben - und dieses Magazin beschäftigt sich mit all diesen Orten, die uns prägen.»
«Webmagazin des Jahres» wurde Der Freitag. Silber gewann Freunde von Freunden, Bronze ging an Zeit Online. Das Hamburger Mode-Label «Herr von Eden» landete auf dem ersten Platz bei der «Anzeigenkampagne des Jahres». In der Kategorie «Anzeigenmotiv des Jahres» gewann eine Volkswagen-Werbung der Agentur DDB.
Zum zweiten Mal wurde ein Publikumspreis in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt vergeben: Gold ging dabei an das Foto «Berufspendler in Afrika» von Roberto Neumiller, erschienen im Magazin View. Die Jury bestimmte dagegen «Die Obamas» von Pete Souza aus der Gala zum «Foto des Jahres».
Für den Medienpreis haben die 120 Juroren insgesamt 420 deutsche Magazine aus dem vergangenen Jahr gesichtet. Alle ausgezeichneten Fotoserien, Magazinbeiträge, Anzeigen und Websites werden noch bis zum 11. April in den Deichtorhallen ausgestellt.
cvd/reu/news.de/dpa