Erst Oscar, dann wieder solo
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Von Chris Melzer
Sie loben ihre Männer vor der ganzen Welt als heiß und wundervoll - und kurz darauf ist es vorbei. Sandra Bullock ist nicht die erste, der das passiert. US-Medien haben den Trend bei Oscar-Gewinnerinnen entdeckt: die Beziehung geht krachen.
Die Liste der Opfer ist lang und prominent. Julia Roberts steht darauf und Helen Hunt, Gwyneth Paltrow und Halle Berry und zuletzt Kate Winslet und Sandra Bullock. Die Gemeinsamkeit: Alle Schauspielerinnen haben in den vergangenen Jahren einen Oscar gewonnen. Und bei allen kriselte es kurz nach der Ehrung mit der begehrtesten Auszeichnung des Filmgeschäfts in der Liebe. «Gibt es einen Fluch des Oscars?», fragen amerikanische Medien jetzt - und einige scheinen es sogar ernst zu meinen.
Bei gut einem halben Dutzend Preisträgerinnen sei die Beziehung kurz nach dem Oscar in die Brüche gegangen, rechnen die Blätter vor. Von einem «Todeskuss des Oscars für die Beziehungen seiner Gewinnerinnen», schreibt augenzwinkernd die seriöse Los Angeles Times. Die «Oscarologen» hätten eine bemerkenswerte Statistik aufgemacht: Acht der zwölf zuletzt Geehrten hätten kurz nach der Ehrung Beziehungskrach gehabt: Helen Hunt (1998), Gwyneth Paltrow (1999), Julia Roberts (2001), Halle Berry (2002), Charlize Theron (2004), Hilary Swank (2000, 2005) und Reese Witherspoon (2006).
Wenige Tage, bevor von Eheproblemen bei Sandra Bullock die Rede war, trennte sich Kate Winslet von ihrem Mann - die Britin hatte den Oscar 2009 bekommen. Lediglich bei Nicole Kidman (2003), Helen Mirren (2007) und Marion Cotillard (2008) überlebte die Beziehung den Oscar.
«Es ist schon komisch», schreibt die Zeitung, «dass die Trennung immer kam, kurz nachdem die Oscar-Gewinnerinnen öffentlich ihrem Mann oder Freund gedankt hatten.» In der Tat hatte etwa Witherspoon ihren «wundervollen Ehemann» gelobt (Scheidung ein knappes Jahr später), Swank ihrem Mann dafür gedankt, «alles zu sein und mich immer unterstützt zu haben» (Scheidung ein knappes Jahr später) und Berry ihren Ehemann als «das Glück meines Lebens» bezeichnet (Trennung ein knappes Jahr später).
Zuletzt hatte Anfang März Sandra Bullock, die goldene Statuette in der Hand, von ihrem Mann geschwärmt: «Ich liebe dich so sehr und du bist echt heiß. Und ich will dich so sehr.» Nur Tage später behaupteten Zeitungen, dass Jesse James die 45-Jährige monatelang systematisch betrogen habe. Der Mann mit dem Revolverheld-Namen entschuldigte sich inzwischen öffentlich, ohne allerdings Details zuzugeben: Er habe ihr und seinen drei Kindern «unbegreifliche Schmerzen» zugefügt und verdiene «alles Schlechte». Er hoffe, dass seine Familie ihm eines Tages verzeihen könne.
James und Bullock sind seit Sommer 2005 verheiratet. Der prominente Automechaniker aus der Reality-Show Monster Garage hat drei Kinder aus zwei früheren Ehen. Bei der Oscar-Vergabe vor zwei Wochen hatte der 40-Jährige die Schauspielerin begleitet. Er sei stolz auf seine Frau, hatte er seinerzeit versichert.
Amerika ist unterdessen schockiert über die Frau, mit der James die beliebte Bullock betrogen haben soll. Während die deutschstämmige Schauspielerin die nette Nachbarin von nebenan sein könnte, macht Modell Michelle «Bombshell» McGee mit ihrem komplett tätowierten Körper Schlagzeilen. Direkt auf McGees Stirn steht «Pray for Us Sinners» - «Betet für uns Sünder».
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