Bar wehrt sich gegen Rassisten
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Weil sie mit Leonardo DiCaprio zusammen ist, wurde Bar Refaeli von rechten, israelischen Aktivsten schwer angegriffen. Während eines Besuchs in Deutschland wehrte sich das Supermodel nun.
Einen Verlobungsring von Leonardo DiCaprio trug sie nicht. Soviel vorneweg zu den brodelnden Gerüchten. Nach seiner Berlinale-Stippvisite mit On-and-Off-Liebe DiCaprio kam das israelische Supermodel Bar Refaeli (24) am Donnerstag geschäftlich in Begleitung seines Vaters Rafael nach Frankfurt - um einen Tommy Hilfiger Store zu eröffnen und Interviews zu geben. Die Journalisten mussten vorab zusichern: Keine Fragen zum «private life»- sprich zu «Leo».
Zum zweiten heiklen Thema, der Kritik der rechten Organisation Lehava aus Israel an ihrem Lebensstil, sagt die in den USA lebende Refaeli dann aber doch etwas. Obwohl das Management schon abwiegelt. Sehr höflich und unkompliziert gibt sie sich und nascht Käsekuchen.
«Ich denke nicht, dass sich jemand anderes um mein Leben Sorgen machen sollte. Wenn solche Leute Zeit haben, sich in das Leben anderer einzumischen, ist das traurig für sie», kontert sie souverän die «Empfehlungen» des rechtsextremistischen Aktivisten Baruch Marzel.
Dieser hatte ihr in einem Brandbrief geschrieben, dass er persönlich zwar nichts gegen DiCaprio habe, der nicht-jüdische 35-Jährige aber einfach nicht der Richtige für sie sei. «Komm zu Verstand (...) Heirate nicht Leonardo DiCaprio. Schädige nicht die kommenden Generationen», zitierten israelische Medien daraus.
Leben und leben lassen
Sie ärgert sich. Darüber täuschen auch ihr breiter US-Akzent («Ja, ich fühle mich teilweise als Amerikanerin»), die gerade von einer Stylisten neu gewellten blonden Traum-Haare und die dunkelblauen Samt-High-Heels nicht hinweg. «Einer meiner wichtigsten Wahlsprüche ist: Leben und leben lassen. Ich akzeptiere es, wenn jemand religiöser ist, als ich es bin oder wenn jemand weniger religiös ist», sagt Refaeli. Diese Anfeindungen waren nicht die ersten kritischen Töne aus der Heimat. Der israelische Fiskus ärgert sich darüber, dass das Topmodel seine Steuern im Ausland zahlt. Und dem auch für Frauen obligatorischen Wehrdienst hat sich die schöne Refeali ebenfalls entzogen.
Schon mit acht Monaten stand sie für Werbespots vor der Kamera. Auch ihre Mutter Tzipi modelte. Sollen aus ihren eigenen Kindern auch mal Supermodels werden? «Ich möchte, dass meine Kinder das machen, wozu sie auch immer Lust haben.» Refaeli stellt aber klar: «Ich habe nicht vor, irgendwann in nächster Zeit schon Kinder zu bekommen.»
Heidi als Vorbild
Ein Vorbild, wie man Model-Karriere und Familie unter einen Hut bekommt, ist für sie Heidi Klum. «Sie managt es, eine großartige Karriere und eine wunderbare Familie zu haben. Und das ist wirklich schwierig. Ich meine, Heidi hat ungefähr 20 Kinder», sagt Refaeli. Wie Klum zierte sie schon das Cover der berühmten Bikini-Ausgabe der US-Zeitschrift Sports Illustrated, beide waren Starmodel für das Versandhaus Otto und im vergangenen Jahr trat Refaeli als Gast in Klums TV-Show Germany's Next Topmodel auf. Was sie an Deutschland mag? «Die Menschen hier sind sehr, sehr nett und gastfreundlich, und mir gefallen die Museen», erzählt sie. «Besonders gern bin ich in Berlin.» Dort turtelte sie zuletzt ja am Valentinstag mit DiCaprio...
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