Stirbt das Kinderbuch aus?
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Von Elke Vogel
Artikel vom 18.03.2010
Kinderbücher werden immer mehr vom Markt verdrängt. Im Interview erklärt die Vorsitzende des Arbeitskreises Jugendliteratur, Regina Pantos, warum gerade die Erwachsenen daran schuld sind.
Sogenannte «All-Age»-Bücher boomen, das klassische Kinderbuch ist in Gefahr - das sagt Regina Pantos, die Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, der jedes Jahr den Jugendliteraturpreis vergibt. Im Interview mit der Deutschen Presse- Agentur dpa erklärt Pantos, warum Erwachsene so gerne zu Titeln greifen, die eigentlich für ein junges Publikum gedacht sind und warum das Angebot an echten Kinderbüchern immer kleiner wird.
Was ist ein «All-Age»-Buch?
Pantos: Eigentlich legt der Begriff die Vermutung nahe, dass es sich dabei um Bücher für Menschen von 0 bis 99 Jahren handelt. Das ist aber in der Regel ein Trugschluss. Es geht um Bücher für Jugendliche und junge Erwachsene - ab 12 Jahre. Wenn man allerdings in die Verlagsprogramme schaut, dann sieht man, dass das Einstiegsalter für «All-Age»-Bücher immer weiter runter geht. Viele Verlage machen gar keine Altersangabe mehr.
Warum lesen Erwachsene Bücher, vor allem Fantasy-Titel, die eigentlich für Kinder und Jugendliche gedacht sind?
Pantos: Es sind einfach Schmöker. Es kommt mir auch ein bisschen so vor, als seien diese Bücher einfach die Nachfolger der früher beliebten Heftchen-Romane. Wenn man die Bis(s)-Bücher anschaut - das ist Schmonzette pur. Es könnte auch sein, dass es in verunsicherten Zeiten ein gewisses Flucht-Moment gibt. Man kann dort die großen Themen der Menschheit abhandeln, aber für das eigene Leben bleibt es völlig folgenlos - dafür ist auch der Kinofilm Avatar ein Muster-Beispiel.
Warum gefährdet das «All-Age»-Buch das klassische Kinderbuch?
Pantos: Die «All-Age»-Bücher haben inzwischen einen riesigen Marktanteil, es findet ein Verdrängungswettbewerb statt. Mit diesen Titeln wird das meiste Geld gemacht. Die 100 Titel der Besten-Listen bringen 37 Prozent des Umsatzes für die Verlage.
Die Riege der bewährten deutschsprachigen Kinderbuch-Autoren wie Christine Nöstlinger, Klaus Kordon, Mirjam Pressler oder Gudrun Pausewang ist inzwischen in die Jahre gekommen, ohne dass viele Nachfolger in Sicht wären. Gibt es ein Problem mit dem Schriftsteller-Nachwuchs?
Pantos: Da gibt es schon ein Problem. Wir haben zwar Autoren wie Kirsten Boie, Andreas Steinhöfel, Sabine Ludwig oder Karen-Susan Fessel. Und es gibt zurzeit eine Menge Debütanten auf dem Markt - aber die sind alle nicht im Kinderbuch-Bereich angesiedelt, sondern schreiben Fantasy-Geschichten. Bei den «All-Age»-Büchern werden auch sehr viele Titel aus anderen Ländern übernommen.
Beim Jugendliteraturpreis 2009 ging mit Shaun Tans Geschichten aus der Vorstadt des Universums der Bilderbuch-Preis an ein Werk, das auch als Titel für Erwachsene durchgehen kann. Die Jugendjury zeichnete Markus Zusaks Die Bücherdiebin aus - ein Buch, das der Verlag mit einem Jugend-Cover und parallel dazu mit einem Erwachsenen-Cover anbietet. Woran orientiert sich die Jury?
Pantos: Es ist inzwischen ziemlich schwierig, weil sich die Altersgrenzen so verschieben und neue Formen der Literatur entstehen.
tfa/ivb/news.de/dpa
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lesen sie doch einfach das buch "Gustav Paapilotto" aus dem HolzheimerVerlag hamburg - ein zwergenclan, der vom wiehengebirge ins große torfmoor umsiedelt und viele kleine u. größere abenteuer erlebt kein buch mit reißerischen szenen, einfühlsam, liebenswürdig für kinder ab 4jahre diese geschichte über die kleinen wesen haben meine kinder und ich vor 28jahren erfunden. ich habe sie aufgeschrieben u. der holzheimerVerlag hat sie im oktober 2009 veröffentlich das ist ein kinderbuch im herkömmlichen sinne textauszug bei amazon unter holzheimerVerlag hamburg
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