Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Boris Becker sagt von sich selbst, dass er ein Geschäftsmann ist. Was er verkauft? Er vermarktet das, was am meisten Geld bringt: sich selbst und sein Privatleben. Dass er dabei aber die Marke Boris Becker zunehmend überreizt, scheint er in Kauf zu nehmen.
Boris Becker spielt Poker. Boris Becker lässt sich von Friseur Andi die Haare schneiden. Boris Becker hofft, dass die Tochter von Oliver und Sandy «putz und munter» ist. Boris Becker kauft seiner Frau Lilly ein paar edle Highheels - zur Belohnung für die Geburt ihres Sohnes. Amadeus Becker wartet auf den ersten Flug seines Lebens und wird von seiner Mutter abgeknutscht.
Szenen aus dem Leben des «vielleicht größten deutschen Sportstars» (Spiegel), anzusehen auf Boris Becker TV - nach eigener Aussage «das erste personalisierte Web-TV der Welt». Will man wissen, was Boris Becker gerade treibt, muss man seit gut einem Jahr nicht mehr die Boulevardzeitungen aufschlagen. Per Mausklick erhält man Einlass in die private Welt der Tennislegende - schonungslos persönlich, mehr Becker geht kaum noch. Und verpasst man mal eine wichtige Episode aus seinem Leben, kann man sich auf Bild & Co. verlassen, die auf das neueste Video verlinken. Alle paar Tage eine neue Exklusivgeschichte aus dem Becker-Universum - Yellowpress selbstgemacht im Web-2.0-Zeitalter.
Die eigene Person als Produkt
Auf den ersten Blick will man ihm zu diesem Marketing-Clou gratulieren, scheint er doch in der Inszenierung von Markenpersönlichkeiten neue Maßstäbe zu setzen - ähnlich wie damals auf dem Tenniscourt. Becker hat ohne Zweifel begriffen, dass seine Person das Produkt ist, mit dem er nach Ende seiner Karriere seinen Lebensunterhalt bestreiten kann - und sicherlich mehr recht als schlecht. Die Berichterstattung über sich dabei selbst in die Hand zu nehmen, scheint dabei konsequent - gerade im heutigen Boulevard-Zeitalter, in dem Stars für jedes kleinste Eckchen Privatsphäre hart kämpfen müssen.
Doch auf den zweiten Blick beweist Becker wie kein Zweiter, dass man mit dieser Strategie, eine Marke völlig auszuquetschen, eine einst starke Marke auch ruinieren kann. Denn Becker will für seine Privatsphäre gar nicht kämpfen, er will sie mit seinem öffentlichen Leben verschmelzen. Dass die «Lilly-Cam» für Boris Becker TV die ersten Schritte von Amadeus, dessen ersten Tag im Kindergarten oder den Besuch mit Papa beim Papst festhalten wird, ist sicher lediglich eine Frage der Zeit. «Beckers Fehler ist, dass er sein Näschen überall hin hält. Entweder ist er nicht beraten oder falsch beraten», sagt Markenexperte Jon Christoph Berndt dazu im Interview mit news.de.
Wie eine Überdosis an Selbstvermarktungs-Pillen
Die Marke Boris Becker wurde in den vergangenen Jahren bis zum Überdruss verkauft, als ob die Person Becker eine Überdosis an Selbstvermarktungs-Pillen geschluckt hat und sich nun aus dieser Sucht nach permanenter Aufmerksamkeit nicht mehr befreien kann. Ob die Besenkammer-Geschichte, die Blitz-Verlobung-Trennung mit Sandy Meyer-Wölden, die Hochzeitsankündigung bei Wetten, dass ..? samt Sprung durch ein brennendes Herz oder der Kleinkrieg mit Oliver Pocher - Becker belustigt und wird immer milder belächelt. Er ist zu einem Promi geworden, für den man zwar keine Antipathie empfindet, aber Mitleid. Aus dem einstigen A-Promi ist ein B-Promi mit der Attitüde eines D-Promis geworden, der nur ein Ziel hat: egal wie, hauptsache Aufmerksamkeit.
Seit seinem Karriere-Ende befindet er sich auf der Suche nach seiner neuen Bestimmung: Er kauft Firmen, verkauft sie wieder, er trennt sich von seiner Frau Barbara, zeugt auf der Treppe zwischen zwei Toiletten ein Kind, wechselt die Berater wie seine Freundinnen und hat das Pokerspiel als neue Sportart für sich entdeckt - das er aus Imagegründen als Geschicklichkeitsspiel und nicht als Glücksspiel bezeichnet wissen will.
Eine Legende entlarvt sich selbst
Becker lebt von der Marke Becker und treibt es dabei zu weit. Promis sind nur dann interessant, wenn sie Geheimnisse haben und dadurch freiwllig oder unfreiwillig für überraschende Schlagzeilen sorgen. Ohne Frage sorgt Becker für Schlagzeilen, aber wirklich überraschend sind sie nicht mehr, sie sind kalkulierbar geworden. Dass er die Geschichte, dass seine Tochter Anna nicht in der Besenkammer, sondern auf der Treppe zwischen zwei Toiletten gezeugt wurde, selbst als unwahr entlarvte, nur um wieder Aufmerksamkeit zu generieren, ist hierfür symptomatisch.
Boris Becker ist eine Tennis-Legende, die wird er immer bleiben. Doch die Person Boris Becker ist weit davon entfernt, eine Legende zu werden. Und er ist noch jung, es liegt noch viel Zeit vor ihm, in der er Aufmerksamkeit einfordern wird. Oder es kommt der Punkt, an dem er doch noch aufwacht und sich vom Boulevard einige Zeit verabschiedet. Der Marke Boris Becker, aber auch der Person Boris Becker würde dies sicherlich sehr gut tun. Privatleben ist auch dafür da, es ab und an privat zu halten - sonst verdient es den Namen Privatleben irgendwann nicht mehr.
Da gebe ich Ihnen Recht ,diejenigen haben wirklich kein Geschmack ,die sich mit Ihm einlassen .Nach dem Sport eine Leere ,ja er macht jetzt anderen Sport .Wie man so sagt : Der hopst von einer Matratze zur anderen Matratze .Soll doch gesund sein ! Oder?
jetzt antwortenKommentar meldenBei der Auswahl seiner Abenteuer beweisst BB naja Geschmack. Die Auserwählten aber nicht.
jetzt antwortenKommentar meldenDer will seinen Bimmel vergoldet noch haben .
jetzt antwortenKommentar meldenAb in die Klappsmühle mit diesem Selbstdarsteller.
jetzt antwortenKommentar meldenWas die Frauen des Herrn B. B. betrifft - es sei daran erinnert, dass der Begriff hübsch relativ ist. Und dann gibt es da noch den in Männerkreisen bekannten Spruch: "Mit jedem Bier werden sie schöner!" Wo also anfangen zu suchen nach der Grundlage der Betrachtungsweise???
jetzt antwortenKommentar meldenwo gnädigste ... bitte hat der BB seine persönlichkeit? in den gazetten die mit ihm geld verdienen und den armen alimentieren ? auf den parties wo er als sekttrinker und mitesser rumstehen darf aber der veranstalter einen BILD-bericht erwarten kann ? ach wie armselig... frage: was wird wohl der gute machen, wenn er mal sechzig wird und sich keiner mehr an ihn erinnert ?
jetzt antwortenKommentar meldender spruch ist (sau)guuut. und trifft den kern. es könnte aber sein, dass sich unsere politiker geschmeichelt fühlen - sind ja auch nicht "die hellsten".
jetzt antwortenKommentar meldenso viel geld macht der nicht. sei beruhig. es gehen ja die gerüchte um dass der pleite ist. was mich auch gar nicht wundern würde. erstens scheint er beratungsresisten zu sein (siehe sein steuerverfahren) und zweitens tummeln sich um den sicher "viele gute (geschäfts)freunde", die ihm das geld abnehmen.
jetzt antwortenKommentar meldenrechts hast. aber hier in deutschland reicht es, erfolgreich vermarktet werden zu können um "promi" zu werden (es reicht wenn einige mit denen geld verdienen können wie BILD SAT1 RTL etc.)... siehe die prolls.. feldbuch, pocher und Co. das isses doch wonach die thumbe masse giert.
jetzt antwortenKommentar meldenDer BB sieht ja schlimmer aus als Karl Dall, total verlebt, dass er so huebsche Frauen verarscht, finde ich nicht gut. Nur Karl Dall ist hochintelligent und haette zu dem Balljungen hoechstens gesagt:"Du Arsch". Das hat er im Kieler Schloss tatsaechlich gesagt, als im Publikum jemand lachte, bevor Karl Dall ausgeredet hatte.
jetzt antwortenKommentar meldengut - sehr gut - bravo - ein Mann der es schafft ein Traumtyp zu sein , owohl er es optisch nicht ist . Persönlichket ist eben mehr . Ich finde ihn auch SEHR interessant . Herzlichst , eure Mme. Nanny TOBER
jetzt antwortenKommentar meldenDieser Mannn muß in die Politik denn da ist er in bester Gesellschaft und passt gut in die Runde der Erzeuger.
jetzt antwortenKommentar meldenHier zeigt sich exemplarisch der Stellenwert von vernachlässigter Bildung. Statt in seine Bildung zu investieren und sich danach zu amüsieren, zog es bb vor, seine Bildung hinten an zu stellen und sich als Balljunge zu betätigen. Das Ergebnis kann jetzt öffentlich besichtigt werden. Eine Verona Feldbusch (oder wie die jetzt heißt) ist ein Intelligenzbolzen gegen diesen Bl..... !
jetzt antwortenKommentar meldenSeit der Beendigung seiner Karriere als Tennisspieler ist Boris Becker nur noch peinlich. Warum um Himmels Willen aber haben so viele Pressefritzen ein Interesse daran, immer wieder zu veröffentlich, was ich als "gequirlte Scheisse" bezeichne. Es gibt in Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Zwangsversetzung von katholischen Zöllibatsathleten, die zum Zweck der Verhinderung einer angemessenen Strafverfolgung mit dem Ablaßhandel gleich gesetzt werden darf, viel Wichtigeres. Mit beharrlichem Schweigen würde sich das "Problemchen Becker`s Peepshow" bestimmt lösen lassen.
jetzt antwortenKommentar meldenBoris Becker kommt in der öffentlichen Wahrnehmung längst als hochgradig vertrottelt rüber. Seine Auftritte und seine Erkenntnisse, die er regelmäßig im Boulevard verbreitet, wirken nur noch peinlich. Man muß eigentlich nur noch Mitleid mit ihm haben. Ein Vergleich zweier ehemaliger Spitzensportler sagt alles: hier Franz Beckenbauer, dort Boros Becker! Kommentar überflüssig. Wer trotzdem auch noch in die Lily-Cam reinschaut, ist selbst schuld. Von dieser Klientel kann und soll das Bobbele aus Leimen meinetwegen bis ans Ende seiner Tage gut leben können. Meinen Segen hat er.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn einer seine Ideen vermarktet, egal wie, dann noch dmit Geld verdient, viel Geld, werden immer von denen dumme Kommentare kommen die neidisch sind.
jetzt antwortenKommentar meldenIst schon nervig, wie sich Becker und co. so uns "normalen" Bürgern aufdrängen. Es interessiert nicht jeden wie oft - wie und wo Herr Becker einen Samenerguss mit Folgen hat. Kinder zu zeugen hat nichts mit herausragenden Qualitäten zu tun. Es liegt schon sehr lange zurück, das Herr Becker durch bestimmte Leistung Bewunderung verdiente. Verachtung fand er ebenso schnell, da er leider vergaß die Steuern zu zahlen. Hiervon spricht natürlich keiner mehr, oder wurde sogar vergessen?!
jetzt antwortenKommentar meldenDazu kann man nur sagen!Wäre es Herr Müller und nicht äh äh Boris Becker hätte er diese Frauen nicht an seiner Seite.Und mit Sicherheit auch nicht diese aufgezwungene Aufmerksamkeit.Mit Barbara hatte er wohl das meiste Glück!Da blieb alles im verborgenen aber da sieht man warum diese Frauen ihn nehmen.Einfach nur Geltungssucht Armer Herr Becker
jetzt antwortenKommentar meldenWas habe ich gehört.....Boris bekommt ein Kind ..... Boris das hast Du gut gemacht. Aber laß uns ansonsten mit Deinem Gesülze und Deiner Dampfplauderei in Ruhe. Es ist megapeinlich was da so placiert wird.
jetzt antwortenKommentar meldenDieser Mann ist einfach peinlich. Als Tennisspieler war Boris Becker top, ohne wenn und aber. Danach jedoch bis heute ist dieser Mensch nur noch peinlich. Man sollte wirklich darauf verzichten diesem "Sprachakrobaten" weiterhin so viel Aufmerksamkeit zu widmen.
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