Keine zweite Lady Di
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Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Artikel vom 17.03.2010
Ist Kate Middleton bei Hofe ein gern gesehener Gast oder wird sie von der Königsfamilie nur geduldet? Neue Geschichten schüren neue Gerüchte, doch eigentlich ist längst klar: Kate ist keine zweite Lady Di. Im Gegenteil.
Die Freundin eines Prinzen zu sein, ist wohl oft mehr Bürde als Vergnügen. Nicht nur, dass man ständig auf der Hut sein muss, bloß in keines der hier und dort aufgestellten Fettnäpfchen bei Hofe zu tappen. Man hat sich auch noch mit der gemeinen Klatschpresse herumzuschlagen. Und die lauert hinter jedem Baum und spekuliert, was das Zeug hält.
Das ist auch bei Kate Middleton, der Freundin von Prinz William, nicht anders. Seit die beiden - mit Unterbrechungen - ein Paar sind, gibt es regelmäßig Seitenhiebe auf die Pilotentochter. Und nun das: Die Geschichte, Williams Hund Otto hätte die Perlenohrringe seiner Freundin gefressen, stimmt gar nicht. Potztausend. Und das Könighaus? Schweigt. «Wir äußern uns gewöhnlich nicht zu Kate Middleton», heißt es in einer Stellungnahme, «da sie eine private Freundin von Prinz William ist».
Das erinnert fatal an Lady Di und den Umgang der Royals mit ihr. Auch zu Berichten über die Königin der Herzen wurde oft genug geschwiegen. Auch bei ihr stellte sich die Presse immer wieder die Frage, wie hoch ihre Akzeptanz im Palast wirklich sei und ob sie vielleicht sogar Angst vor der Krone habe.
Wer nun aber glaubt, Kate habe einen ähnlich schweren Stand bei der Queen wie Lady Di und das Schweigen sei Indiz dafür, der dürfte sich kräftig irren. Es hat bereits genügend Belege dafür gegeben, dass Kate mehr als nur ein Gast bei den Royals ist, etwa die Einladungen zur Jagd auf Balmoral Castle oder zum Weihnachtsfest mit der gesamten Familie (die Middleton übrigens ausgeschlagen haben soll). Solche Ehren lässt man niemandem zuteil werden, den man eigentlich nicht im Haus haben will.
Nein, wenn Middleton eines gewiss nicht ist, dann eine zweite Diana. Es dürfte also einen anderen Grund haben, dass sich das Königshaus aus den Angelegenheiten von Kate Middleton heraushält: die Etikette. Die Queen dürfte schlicht der Meinung sein, es gehe sie nichts an, was Williams Hund mit den Ohrringen seiner Freundin anstelle, solange sie eben nur seine Freundin ist. Zudem dürfte das Königshaus besseres zu tun haben, als sich mit solchen Fragen zu beschäftigen. Vor der eigenen Haustür gibt es schließlich genug zu kehren.
Insofern bleibt die Geschichte um den Hund, der eine Ente ist, nicht mehr als eine unterhaltsame Anekdote, die zwar viel über die Royals und viel über die Klatschpresse verrät. Über das Verhältnis von Kate Middleton zur Königsfamilie aber lernen wir dadurch leider nichts. Vielleicht beim nächsten Mal.
cvd/news.de
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