Das letzte Hemd hat doch noch Taschen
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Von Ryan Nakashima
Artikel vom 16.03.2010
Wer, wenn nicht er? Ein Dreivierteljahr nach dem Tod von Michael Jackson hat sein Nachlassverwalter für ihn den teuersten Plattenvertrag der Geschichte abgeschlossen. Geplant ist unter anderem ein Album mit bisher unveröffentlichten Titeln.
Noch im Tod bricht Michael Jackson alle Rekorde: Die Nachlassverwalter des verstorbenen King of Pop haben mit Sony Music den bislang teuersten Plattenvertrag in der Geschichte abgeschlossen. Demnach fließen dem Nachlass für zehn Projekte über sieben Jahre 200 Millionen Dollar (146 Millionen Euro) garantiert zu, wie eine Gewährsperson erklärte. Der bis 2017 laufende Vertrag könnte unter Einhaltung bestimmter Kriterien sogar 250 Millionen wert sein.
Eines der Alben soll nie zuvor veröffentlichte Aufnahmen von Jackson enthalten. Es soll im November erscheinen. Zu den weiteren Projekten zählen möglicherweise ein Videospiel, eine DVD-Compilation und eine Wiederveröffentlichung von Jacksons fünftem Studioalbum Off The Wall aus dem Jahr 1979, einschließlich einigem unveröffentlichten Material. Vor seinem überraschenden Tod im Juni im Alter von 50 Jahren hatte der Popstar das Album selbst noch einmal veröffentlichen wollen, wie aus informierten Kreisen verlautete.
Bereits in dem Vertrag enthalten ist das Doppelalbum zum Film This Is It über die Proben zu Jacksons geplanten Comeback-Konzerten in London. Einschließlich der mehr als fünf Millionen Exemplare dieses Albums wurden seit Jacksons Tod rund 31 Millionen Exemplare seiner Alben verkauft, zwei Drittel davon außerhalb der USA. «Zu seinen Lebzeiten haben Michaels Verträge in der Branche den Standard gesetzt», hieß es in einer Erklärung von John Branca, einem der Nachlassverwalter. Die Vereinbarung mit Sony Music zeige die andauernde Zugkraft von Jacksons Musik, indem sie alle bisherigen Messlatten der Branche übertreffe.
Zu den bisherigen Spitzenreitern zählten Madonna und Jay-Z, die mit dem Konzertveranstalter Live Nation Entertainment Verträge über 120 beziehungsweise 150 Millionen Dollar abgeschlossen hatten. Bei Jackson kommt hinzu, dass in seinem Deal Tantiemen aus Fanartikeln noch nicht enthalten sind. Der Vertragsabschluss sollte im Lauf des Tages offiziell bekanntgegeben werden.
Jackson hatte zum Zeitpunkt seines Todes Schulden von schätzungsweise 400 Millionen Dollar. Die Verleihrechte aus dem Film This Is It, Plattenverkäufe und weitere Vertriebsvereinbarungen spülten nach Angaben von Anwälten vom Dezember etwa 100 Millionen Dollar in die Kassen der Nachlassverwalter.
bla/ivb/news.de/ap
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