Im Namen des Vaters?
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Von von news.de-Mitarbeiterin Stephanie Bremerich
Artikel vom 25.02.2010
Sexueller Missbrauch ist ein dunkles Kapitel der Kirche. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Hirten, die zu schwarzen Schafen werden, keine Einzelfälle sind. Frank Plasberg will wissen: Verliert der Glaube an Glaubwürdigkeit?
Diesmal gibt es kein Fazit bei Frank Plasberg: Die Sendezeit ist längst um, und Caren Miosga steht mit den Tagesthemen in den Startlöchern. Vorhang zu und alle Fragen offen? Der Versuch, einen Abend zu resümieren, der zwischen Zuspitzung und Zerfaserung einiges an Zunder bot. Und trotzdem seltsam in der Schwebe blieb.
Die Priester und der Sex – wie viel Wahrheit wagt die Kirche? fragt hart aber fair an diesem Mittwochabend und will damit ans Eingemachte einer der ältesten Institutionen der Menschheit gehen. Trieb ist Tabu für christliche Würdenträger, und die beiden offensichtlichsten Auswirkungen heißen Zölibat und Missbrauchsskandal. Die Frage ist nur: Lassen sich diese beiden Aspekte in einer Diskussion vereinigen?
Die Rollen am Gesprächspult sind klar verteilt: Da ist Weihbischof Jaschke, der den Klerus vertritt, ihm zur Seite der Bild-Vatikankorrespondent Andreas Englisch. Und da ist Norbert Denef, der als Kind jahrelang missbraucht wurde und nun mehr Rechte für die Opfer fordert, neben ihm die ehemalige Taz-Chefredakteurin Bascha Mika. Gravitätisch in der Mitte sitzt Heiner Geißler, einstiger Jesuitenschüler und CDU-Sozialpolitiker. Und dann geht’s rund.
Runde 1
Plasberg spielt eine Maz, in der Bischof Zollitsch sich zu Beginn der Bischofskonferenz in Freiburg und rund drei Wochen nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle an Jesuitenschulen bei den Opfern entschuldigt. Lakonisch und abgelesen. Die provokante Frage an Jaschke: Kann er sich damit identifizieren? Er kann. Jaschke betont die Fortschritte, die die katholische Kirche seit ihren neuen Leitlinien von 2002 im Umgang mit Missbrauchsfällen gemacht hat («Wir haben nicht jahrelang geschwiegen!»).
Dann packt Denef seine erschütternde Geschichte aus («Ich wurde jahrelang zum Schweigen gezwungen!»): langjähriger Missbrauch durch Priester sowie Chorführer der Gemeinde, gescheiterte Versuche der Aufklärung, Schweigegeldangebote der Kirche, Depressionen, Selbstmordversuch. Kann Jaschke damit umgehen? Das kann er nicht. Reichlich unsouverän und unsensibel versucht er, zu verharmlosen und verliert sich in Details, statt auf den Punkt zu kommen. Buhrufe aus dem Publikum. Und schon hier der erste Verdacht, dass da aneinander vorbeigeredet wird.
Runde 2
Jetzt geht es um den Zölibat. Fossile Struktur oder Selbstbekenntnis einer spirituellen Sublimierung? Es gibt Einspieler eines Pastoralpsychologen, der den Zölibat als Verstärker einer kranken Sexualität problematisiert, sowie das Fallbeispiel eines passionierten Priesters, der sich für Frau und Kind entschied und nun suspendiert ist. Mika spricht über Sexual- und Frauenfeindlichkeit der Kirche, Geißler fordert dieselbe auf, von ihrem «hohen sexualmoralischem Ross» herunterzukommen, und Plasberg wird wieder provokant: Wie kompetent fühle sich Jaschke überhaupt, über Sex zu reden?
Damit kann Jaschke nun ziemlich souverän und reflektiert umgehen und gewinnt einige Sympathiepunkte zurück: Ihm gehe es nicht um Verdrängung, sondern Gestaltung und Sublimierung des sexuellen Triebes. Nun allerdings macht Denef Stress, der sich in dieser Diskussion völlig deplatziert fühlt und droht, die Runde zu verlassen. Vom Zölibat will er nichts wissen, sondern über die Verjährung von Sexualdelikten reden. Plasberg kann ihn auf später vertrösten. Und Englisch? Der will – völlig unzusammenhängend – auf einmal über katholische Priester in Rio reden, die «Drogenabhängige von der Straße kratzen». Wo war noch mal der rote Faden?
Was bleibt?
Es ist viel, was in hart aber fair angerissen, aber weniges, was zu Ende gedacht wird. Zum einen fehlt schlicht die Zeit, zum anderen liegt es an den zahlreichen Nebenschauplätzen, die die Diskussion eröffnet. Wer nach Ursachen forscht, kann die Sexskandale der katholischen Kirche nicht ohne das Sextabu derselben besprechen. Die Diskrepanz zwischen moralischem Anspruch einer Institution und Sündenfall ihrer Würdenträger könnte nicht größer sein. Hinzu kommt das Sendungsbewusstsein der Talkgäste. Jaschke vertritt eine Institution, Denef das Martyrium eines Einzelnen. Dass die beiden sich nicht treffen, verwundert also kaum. Da können auch die präzisen Fragen Plasbergs und die kritischen Kommentare Mikas und Geißlers nicht vermitteln. Für 75 Minuten hart aber fair also reichlich Zunder, der leider manchmal versandete.
cvd/reu/news.de
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Die Keth. Kirche, eine verlogene unter den Kutten stinkende Gesellscheft. Raus, nix wie raus. Wer möchte schon gerne Kindesmissbrauch, mit seinen Steuergeld mit finanzieren?
jetzt antwortenKommentar meldenDie Verbrecher beweisen mit ihrem Tun, dass ihre Predigten verlogen sind. Denn sie selbst rechnen nicht damit, dass sie als erste im "Feurigen Fuhl" schon erwartet werden. Keiner will es glauben, aber eine Hundehoelle existiert wirklich.
jetzt antwortenKommentar meldenHerr Exner hat den verbrecherischen Versuch unternommen,von den Kinderschändern in schwarzen und pupurnen Röcken,Pristern der "unheiligen"katholischen Kirche,Fummlern gegenüber Schutzbefohlenen,abzulenken!Staatsanwälte in Deutschland,Österreich und Irland haben gegen diese Verbrechen und die Verbrecher vorzugehen!Täter,wie Verantwortliche Bischhöfe,gehören vor die Gerichte!Es ist ganz egal,wer diese"Kinderschänder"an die Öffentlichkeit bringt,wichtig ist,das diesen"Scheinheiligen Mördern kindlicher Seelen"das Handwerk gelegt wird. Die katholische Kirche hat sich moralisch verabschiedet! 2000 Jahre Mörder!An den Taten erkennt ihr sie!
jetzt antwortenKommentar meldenPlasberg und Intendantin Piel sind die Spitzen des WDR. Beide sind SPD-Genossen. Der WDR ist die Propagandazentrale von Rotrotgrün zwecks Wiedererringung der Macht in NRW. Die Katholische Kirche ist/war noch ein Fels in der Brandung gegen die rote Flut. Kirche und Gläubige (Wähler) auszuschalten oder stummzumachen funktioniert 1.in der Herabsetzung des Zölibats. 2.Die menschlichen Verfehlungen in einer 2000-Jahre Großorganisation sind ein wählerwirksamer Ansatzpunkt. Alles ist Politik. Die Sozialisten sind die neuen Moralapostel.
jetzt antwortenKommentar meldenAlso ich habe ja mit Religion und Kirche "nichts am Hut". Vor der Käßmann habe ich ein klein wenig Respekt.Sie hat schlicht und einfach einen großen Fehler gemacht, den sehr viele Bürger Deutschlands auch machen und dafür auch eine Strafe bekommen, In Ihrem Fall ist das vielleicht noch ein bisschen schlimmer, als Vorbild Mensch. Aber was ist den mit den Katholischen Sexualsündern, die tausende Kinder über Jahre missbraucht haben??? Da ist noch keiner freiwillig zurückgetreten, allenfalls versetzt worden und hat da dann fröhlich weitergemacht.Ein normaler Sexualverbrecher wird eingesperrt und kommt danach sogar noch in Sicherheitsverwahrung.Welcher Film läuft denn hier?
jetzt antwortenKommentar meldenDie Kirche war schon immer eine Verbrecherorganisation, die bereits Hunderte Millionen Menschen "Im Auftrag Gottes" auf dem Gewissen hat. Nur daß für diese heuchlerische Organisation andere Maßstäbe gelten als für all die anderen Verbrecher. So ist es für sie nicht verwunderlich das Leben eines Menschen unter Vorwand des göttlichen Auftrags bereits vom Kleinstalter durch sexuellen Mißbrauch zu zerstören. Wer immer noch nicht kapiert hat, daß die Kirche mit dem Schöpfer nichts zu tun hat und diese Verbrecherorganisation mit den Kirchensteuern unterstützt, macht sich mitschuldig an all ihren Verbrechen.
jetzt antwortenKommentar meldenSelbst wenn man nun einen "Türken"oder"Juden"mit den 68ern durch den Bischof Mixa aufbaut,bleiben die Tatsachen des Mißbrauchs in größerem Ausmaß.Wo ist eigentlich die Aufsichtspficht der Bischhöfe? Hat man da nicht gewußt,oder bewußt weggeschaut,oder wie in Österreich gleich mitgefummelt? Die römischen Scheinheiligen mauern,und wollen nicht an das Thema Zölibat!Lasset die Kindlein "da"zu den katholischen "Onkels in Kleidern"nicht hingehen!
jetzt antwortenKommentar melden@moptop: Sie müsste tatsächlich moralisch integer bleiben - richtg! Frau Käßmann hat gezeigt, wie so etwas gehen kann - auch richtig! Respekt ihrer Geradlinigkeit! Aber - das ist nicht die ganze Wahrheit. Die Spur von selbst sabotiertem moralischen Anspruch zieht sich durch die Jahrhunderte: Kreuzzüge, Hexenverbrennungen (du sollst nicht töten!), Inquisition (du sollst nicht falsch' Zeugnis reden!) mit ihren "Häresie" - Opfern sind das gelebte Gegenteil von propagierter Nächstenliebe - dem christlichen Kerngedanken!
jetzt antwortenKommentar meldenIm Namen des Vaters,Mißbrauch von Schutzbefohlenen durch Popen.Verschwiegen durch die Bischhöfe tausendfach in Irland,vielfach in den usa,Gefummel unter den schwarzen Röcken in Österreich und nun nicht nur bei den Jesuitenschulen,einfach und flächendeckend und die heilige katholischen Amtskirchen schweigt wie einst der brutalstaufdeckende Apostel Koch,Hessen,mit dem Unterschied,das diese selbsternannten heiligen Lügner in Kleidern dies schon zu allen Themen und zu allen Zeiten taten und tun.2ooo Jahre werden die Menschen bis Luther mit Latein dumm gehalten und mit Hölle und Fegefeuer bedroht.Was machen die Popen mit Gottes Kindlein? Mixa,der Scheinheile!Kein 68er.
jetzt antwortenKommentar meldenDie Tage der Kirche sind nicht gezählt. Sie muss nur moralisch integer bleiben. Wie das gehen kann, hat Margot Käßmann mit ihrem Rücktritt gerade gezeigt. Dass es überall Vertuschung und Verfehlung gibt, hat aber auch diese Sendung wieder deutlich gezeigt. Der Artikel macht das sehr gut deutlich und zeigt auch, warum das Thema in so einem Format nicht funktionieren kann.
jetzt antwortenKommentar meldenIn einer geschlossenen Gesellschaft wäre das ganze Thema unter Verschluss geblieben, gelegentliche Berichte darüber wären als "Lügen" und "Verleumdungen" abgeschmettert worden. Inzwischen haben wir eine Öffentlichkeit, und die sorgt dafür, dass Täter und Opfer benannt werden und ein gewisses Maß an Gerechtigkeit gegenüber Opfern und Tätern hergestellt werden kann (hier ist nicht die Boulevardpresse gemeint!). Das Vertrauen in die Kirche wird dadurch nicht gerade gestärkt. Ihre Tage sind offenbar gezählt, weil sie selbst schon sehr lange ihren eigenen moralischen Anspruch sabotiert hat.
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