Die Cinema-for-Peace-Gala ist der gesellschaftliche Höhepunkt am Rande der Berlinale. Dieses Jahr zogen aber nicht die geehrten Filme die Aufmerksamkeit auf sich, sondern ein Eklat, für den Oliver Pocher sorgte. Und die Verlobungsgerüchte um Leonardo DiCaprio.
Die Gala Cinema for Peace gilt als der Höhepunkt am Rande der Berlinale, gehört jedoch nicht zum offiziellen Programm. Der Chef des Filmfestivals, Dieter Kosslick, hat sich von der Veranstaltung deutlich distanziert. Dennoch lockt gerade die Wohltätigkeitsgala besonders viele Prominente an. «So eine Veranstaltung gibt es nicht in Hollywood, nicht in New York, London, Cannes oder in irgendeiner anderen Stadt auf der Welt», sagte Aktivist Bob Geldof vor der Veranstaltung. «Man liest in der Welt mehr über Cinema for Peace als über die Berlinale.»
Bereits am roten Teppich vor dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt trafen sich die beiden treuen Unterstützer von Cinema for Peace, Bob Geldof und Michail Gorbatschow. Der Aktivist fiel dem Friedensnobelpreisträger um den Hals und begrüßte ihn mit einem lauten «Hey». Beide waren bereits im vergangenen Jahr hier zu Gast. Ebenfalls anwesend waren Catherine Deneuve und Christopher Lee, die Opernsängerin Montserrat Caballé sowie die deutschen Schauspieler Heike Makatsch, Jan-Josef Liefers und Katja Riemann. Schauspieler DiCaprio brachte seine Freundin, das Model Bar Refaeli, sowie seine deutsche Mutter Irmelin Indenbirken-DiCaprio, die am Montag Geburtstag feierte, mit.
Tuschelthema des Abends: Haben sie sich verlobt?
Fotografen wurden von den Veranstaltern daran gehindert, Refaeli und DiCaprio, im Saal zu fotografieren. Die beiden fühlten sich belästigt, so die Angaben. Auf dem roten Teppich posierte der Hollywoodstar zwar gut gelaunt, aber seine Freundin Refaeli hetzte an den Fotografen vorbei. Medien hatten zuletzt spekuliert, die beiden hätten sich am Valentinstag in Berlin verlobt. Zu dem Gerücht äußerten sich beide nicht. Laut der Bunten war DiCaprio aber den ganzen Abend bedacht, seine linke Hand so zu positionieren, dass sie nicht fotografiert werden konnte. Den Fotografen gelang es immerhin, Refaelis linken Ringfinger samt einem Goldring zu fotografieren. Aber ob es sich dabei um einen Verlobungsring handelt, blieb weiterhin nur Spekulation.
Nur DiCaprios Mutter äußerte sich zum Thema Verlobung und sagte laut der Bunten: «Da weiß ich nichts von. Leider, leider nein. Da weiß ich nichts von.» Aber auf die Frage, ob sie sich über eine Verlobung ihres Sohnes freuen würde, antwortete sie: «Wenn sie möchten, ja, sehr gerne!»
Oliver Pocher sorgte für den Eklat des Abends
Für einen Zwischenfall am Rande der Friedensgala sorgte der Komiker und Fernsehmoderator Oliver Pocher. Mit einer auffälligen, roten Lockenperücke, Brille und Mantel mit Leopardenmuster verkleidet als Klatschreporterin versuchte der 31-Jährige sich in den Pressebereich zu schleichen. Bewaffnet mit Mikrofon suchte er nach Prominenten.
Doch der Spaßmacher kam nicht allzu weit: Bereits am Akkreditierungsschalter, dem Einlass für Pressevertreter am roten Teppich, hinderte ihn das Sicherheitspersonal der Gala am Weitergehen. Dann kamen uniformierte Polizisten und führten Pocher aus dem abgesperrten Bereich vor dem Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt. Sie erteilten ihm einen Platzverweis.
Auszeichnung für Umweltengagement
Aber es wurden auch Spenden gesammelt und Filme geehrt, der eigentliche Anlass der Gala: Der Erlös des Abends kommt mehrheitlich den Stiftungen DiCaprios und Gorbatschows zugute. DiCaprios Funds unterstützte zuletzt die Erdbebenopfer in Haiti. Wie in jedem Jahr gab es hierfür eine Wohltätigkeitsauktion. Wer genügend spendete, konnte unter anderem ein Essen mit Plácido Domingo ersteigern. In den vergangenen Jahren wurden hier mehr als drei Millionen Euro Spenden gesammelt.
Filmschaffende wurden in insgesamt acht Kategorien geehrt. Der Film Crude des amerikanischen Dokumentarfilmers Joe Berlinger wurde mit dem Umweltpreis geehrt. Überreicht wurde die Auszeichnung für besonderes Umweltengagement von dem einstigen Sowjet-Präsident Michail Gorbatschow und dem US-Schauspieler DiCaprio.
DiCaprio bezeichnete Crude in seiner Laudatio als «ein wahres Lebensdrama». Das umwelt- und sozialkritische Werk beschreibt den Kampf von Zehntausenden Ecuadorianern gegen die Verschmutzung ihres Lebensraumes am Amazonas durch einen Ölkonzern. «Obwohl ein Künstler es genießt, so viel Lob für seine Arbeit zu bekommen, ist dies auch eine Anerkennung für menschliches Leiden», sagte der Amerikaner Berlinger auf Deutsch, das er extra für die Gala einstudiert hatte. Der Preis sei eine «tiefe Ehre» für «einen kleinen und schwierigen Film».
Weitere bedeutende Ehrungen gingen an den Streifen des deutschen Produzenten Marc Wiese, The Picture of the Napalm Girl (deutsch: Das Bild des Mädchens aus Napalm»), als «Wertvollste Dokumentation des Jahres», sowie an Das weiße Band als «Wertvollster Film des Jahres». Der Oscar-Anwärter des österreichischen Regisseurs Michael Haneke zeige die Ursprünge des Terrorismus auf, urteilte die Jury. Der diesjährige Gerechtigkeitspreis ging an «Children of War», ein Streifen über Kindersoldaten.
Wie kommt denn der Verfasser des Artikels dazu, "Napalm-Girl" als "Das Mädchen aus Napalm" zu übersetzen? Passt doch gut zu Pocher....
jetzt antwortenKommentar meldenIch bin kein Kommentierer, auch kein Sektierer oder prüde, lese einfach nur ab und zu während ich darauf warte bis die nächste Seite geladen hat, amüsier mich darüber oder auch nicht. Die "Pochers, Mittermeiers usw." sind doch nur ein Produkt unseres seit Jahrzehnten fortschreitenden Sittenverfalls. In einer Gesellschaft in der Politiker, sog. Prominente usw. die Fäkalsprache in ihrem Sprachschatz an vorderer Stelle plaztiert haben (Scheisse z.B. ist nun mal eine Fäkalie) sind die obengenannten doch nur Würstchen. Darüber gilt es nach zu denken. Und darüber, wer sie so erzogen hat? Eltern?
jetzt antwortenKommentar meldenPocher kommt aus Hannover. Das sagt schon alles.
jetzt antwortenKommentar meldenDanke für die Kommentare, sie sind mir ja so aus dem Herzen gesprochen! Dieser Mann soll mal die Straßen von Eis befreien, dann weiß er, was Arbeit bedeutet. Dann darf er sich auch wichtig nehmen. So kann er nur angeben und andere Leute klein machen.
jetzt antwortenKommentar meldenIhr nehmt ihn aber alle noch so wichtig, das ihr darüber Kommentare schreibt! Also ist er doch ein promi (klein geschrieben).
jetzt antwortenKommentar meldenWer ist Oliver Pocher??? - ist das der Kleingeist irgend eines privaten primitiv Senders? Arme Menschen, die den als lustig befinden!
jetzt antwortenKommentar meldenSo langsam benehmen sich einige sogenannte Comedians wie die Schweine.Machen Witze über andere Leute über die nur sie selber lachen.Wenn jemand anderes verschiedene Witze über sie selbst machen würde,würden sie schnellstens vor Gericht laufen.Ich schau mir schon lange kein solchen Schwachsinn mehr an.Genau wie in einer Comedieshow über den Florian Silbereisen hergezogen wird.Ich selber bin auch kein Fan von seiner musik aber manchmal geht der Spass echt unter die Gürtellinie.Und da müssten mal Richter Einhalt gebieten.Denn dann sind das keine Comedians mehr sondern nur noch respektlose Idioten.
jetzt antwortenKommentar meldenMan sollte die Kirche mal im Dorf belassen den Pochers Auftritt ist doch nur eine finde ich witzige Einlage am Rande dieses Affenspetakels mit Polizei und dann gleich Abführen mit Platzverweis erinnert doch sehr stark an unsere Vergangenheit hoffentlich kommt diese nicht wieder erste Züge hat sie schon.
jetzt antwortenKommentar meldenDieses Dummtier von Procher konnte ich schon nie ab. Was glaubt dieser selbstherrliche Mensch, den keiner mag, wer er eigentlich ist. Hat denn schon jemand das Kind von Procher gesehen ? Welche Haare hat das Kind eigentlich ? Lob der Berliner Polizei, endlich mal was Klasse gemacht.
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