Dieter Bohlen im Dreivierteltakt: Der DSDS-Juror eilte als Ersatz-Ehrengast zum Wiener Opernball. Dabei ist das eigentlich nicht sein Metier: «Ich kann null tanzen», warnte Bohlen. Musste er auch nicht: Plakatives Champagner-Glas-Halten reichte aus.
Der Pomp des Wiener Opernballs aus den vergangenen Jahrhunderten ging auch am Busenwunder nicht vorbei: «Ich bin eine Lady und heute Abend sehe ich aus wie eine Lady», sagte das britische Model Katie Price mit Blick auf ihren Ruf als «Logenluder». Sie lief in Begleitung von Party-Prinz Marcus von Anhalt über den roten Teppich. Dieter Bohlen hatte nach seiner kurzfristigen Zusage seine Freundin Carina Walz in einer schmalen, mit schwarzen Pailletten besetzten Robe mitgebracht.
Nachdem die Schauspielerin Lindsay Lohan ihren Gastgeber Richard Lugner im letzten Moment hängen gelassen hatte, war der Musikproduzent dem Baulöwen ohne langes Zögern als Ehrengast zur Hilfe geeilt. «Höchstwahrscheinlich mache ich mich zum Deppen», sagte der DSDS-Juror kurz nach seiner Ankunft in der Donaustadt. Er habe zuvor noch nie einen Frack getragen, betonte er: «Ich kann null tanzen.»
Der prächtige Ballsaal war in herrliche Blumenarrangements aus roten Rosen, Hortensien und Flieder getaucht, eigens angebrachte kristallene Lüster hingen von den Decken. Die Debütanten im schwarzen Frack und die Debütantinnen im weißen Kleid mit filigranen Krönchen im hochgesteckten Haar marschierten in einer eindrucksvollen Zeremonie in die Oper ein. Unter ihnen waren erstmals auch ein junger Mann und zwei junge Frauen, die in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen sind.
In den bis zu 17.000 Euro teuren Logen hatte sich viel Prominenz aus Politik und Kultur versammelt, neben dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann und Bundespräsident Heinz Fischer waren auch EU-Außenministerin Catherine Ashton, Comedy-Star Cindy aus Marzahn und Hotel Geschäftsführerin Bettina Steigenberger gekommen.
Für Staatsoperndirektor Ioan Holender war dies nach 19 Jahren der letzte Opernball. Mit einem Sektglas in der Hand verabschiedete er sich mit einem Lied aus der Operette «Die Fledermaus». Auch eine Balletteinlage zu den Klängen des polnischen Pianisten Krzysztof Jablonski und Opernklänge standen auf dem Programm. Den Wiener Opernball, bei dem in diesem Jahr auch für die Opfer des Erdbebens von Haiti gesammelt wurde, gibt es seit nunmehr 75 Jahren.
cvd/ped/ivb/news.de/dpa
Schade, warum wird das Klientel um Mörtel o.ä. primitiven Personen noch zugelassen. Dieser Mann ist für das öffentliche Wien doch nur noch peinlich. Außer dem Debütanten-Vortrag gab es in diesem Jahr nichts mehr tolles und Sehenswertes, Vorprogramme war in der Vergangenheit viel besser. Der Ballsaalschmuck wirkte nüchtern,die Gästebe-fragung erschreckend nichtssagend! Die neue Chefin (kein Vergleich zu Frau Gürtler(eine Lady). Allein das Silber-Kleid+unpassender Haarfrisur - wie Frau Beckham. Bin enttäuscht, habe alle Jahre bis zum Ende zugesehen - lohnte sich aber in diesem Jahr nicht mehr.
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