Sie kommt zu spät zur großen Sause: Lindsay Lohan kann wegen eines Verstoßes gegen ihre Bewährungsauflagen nicht wie geplant in der österreichischen Hauptstadt landen. Unterdessen sorgt Richard Lugners Freundin «Katzi» ebenfalls für Wirbel.
«Man kann davon ausgehen, dass alles klappt», zeigte sich Bauunternehmer Richard Lugner, der jedes Jahr mit einem Stargast den Wiener Openball besucht, zuversichtlich. Auf die Frage, ob er für den Notfall, dass Lindsay Lohan doch nicht rechtzeitig nach Wien kommt, für Ersatz gesorgt habe, kündigte er an: «Wir haben sowieso noch einen Überraschungsgast in petto.»
Am Flughafen soll Lohan am Donnerstag von den Mitarbeitern eines Modestudios und von einer Schneiderin mit fünf verschiedenen Abendkleidern empfangen werden, von denen sie sich eines aussuchen dürfe. Die Vorauswahl habe er den Experten überlassen: «Ich verstehe ja von Kleidern nichts», sagte Lugner.
Statt der für heute geplanten Pressekonferenz mit anschließender Autogrammstunde soll es nun am Donnerstag um 17 Uhr eine kurze Präsentation von Lohan auf der Bühne der Lugner City in Wien geben, um 19 Uhr dann einen Fototermin mit der Schauspielerin im Abendkleid in einem Hotel. Anschließend will sich der Bauunternehmer mit seinem Gast auf den Weg zum Opernball machen.
Lohan, die unter anderem ihren Stylisten, einen Frisör und ihren Manager aus den USA mitbringen will, war 2007 wegen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Lugners Freundin, ein Call-Girl?
Zusätzlich sorgten delikate Bilder von Lugners Freundin Anastasia am Dienstag für Wirbel. Sie zeigen «Katzi» mehr und weniger offenherzig auf der Homepage eines «Entspannungs-Lokals für Männer» in Wien. Gerüchte, dass Anastasia in dem Etablissement nicht nur für Bilder posiert hat, wies der Bauunternehmer «nach mehreren Aussprachen» zurück: «Anastasia hat nicht als Call-Girl gearbeitet.»
Die Bilder seien Anastasia zufolge so entstanden: Eine Freundin, die offenbar in dem Lokal gearbeitet hat, habe sie dazu überredet, sich von zwei Fotografen in dem Lokal ablichten zu lassen. Dafür habe sie 100 Euro erhalten. «Es waren etwa 20 Mädchen dort, die meisten haben sich auch in Bikinis oder nackt abbilden lassen. Solche Fotos gibt es von ‹Katzi› nicht», sagte Lugner.
Anastasia werde Lugner trotz des Wirbels zum Opernball begleiten: «Wieso denn auch nicht? Nur weil es eine Medienhetze gibt, haut man eine Frau nicht weg wie einen nassen Fetzen.»
Die Polizei rechnete unterdessen nicht mit größeren Demonstrationen gegen den Opernball, wie sie Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre üblich waren. Der Ball hat sein Mobilisierungspotenzial offensichtlich verloren, wie mehrere Demo-Veteranen erklärten. «Gegen ein Kasperltheater demonstriert man nicht», sagte beispielsweise Martin Margulies, heute Haushaltssprecher der Wiener Grünen.