Leibarzt will sich stellen
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Michael Jacksons Leibarzt will sich den Behörden stellen - auch wenn noch nicht klar ist, wann er angeklagt werden soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Kardiologen Conrad Murray offenbar fahrlässige Tötung vor.
Murray wolle nicht länger auf eine Erklärung der Anklage warten, sagte eine Sprecherin seines Anwaltsteams. Die Polizei von Los Angeles würde Murray nach Angaben eines Gewährsmannes dagegen lieber festnehmen.
«Wir wissen, dass er der fahrlässigen Tötung beschuldigt werden wird, und wir sind mit einem Gegenargument bereit», sagte die Sprecherin von Murrays Anwälten, Miranda Sevcik. «Er ist nicht schuldig - das ist unser Argument.» Der Mediziner wollte sich demnach am frühen Nachmittag (Ortszeit) stellen.
Murray verdiene eine harte Strafe, sagte Anwalt Brian Oxman, der die Jackson-Familie vertritt, beim Sender CBS. Der Arzt habe derart leichtfertig gehandelt, dass eine Anklage wegen Totschlags angebracht sei. Mit dem Vorwurf von «fahrlässiger Tötung» würde Murray zu leicht wegkommen. Im Falle eines Schuldspruchs wegen fahrlässiger Tötung drohen dem Arzt bis zu vier Jahre Haft.
Murray war bei Jackson, als dieser am 25. Juni im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis Betäubungsmittel starb. Er hat zugegeben, dem Popstar kurz vor dessen Tod ein starkes Narkotikum injiziert zu haben.
Ein Sprecher des Sheriffs von Los Angeles County sagte, am Freitag werde es noch nicht zur Anklageerhebung kommen. Murrays Anwalt Ed Chernoff teilte auf seiner Website mit, unabhängig davon wolle sich sein Mandant den Behörden stellen.
Aus Justizkreisen verlautete, die Polizei von Los Angeles würde Murray nach siebenmonatigen Ermittlungen dagegen lieber in seiner Wohnung festnehmen. Grund sei unter anderem mögliche Fluchtgefahr, sagte ein Gewährsmann der Nachrichtenagentur AP. Murrays Anwalt Chernoff kritisierte, eine solche Festnahme werde lediglich die Interessen der Medien befriedigen. «Das ist Zeitverschwendung, das ist nur eine Show», sagte Chernoff.
juz/voc/ivb/news.de/ap/dpa
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