Waltz fährt nach Hollywood
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Von news.de-Redakteur Christian Vock
Artikel vom 02.02.2010
Bei den Oscar-Nominierungen gab es in diesem Jahr wie erwartet keine großen Überraschungen. James Camerons Kassenknüller Avatar wurde ebenso nominiert wie Michael Hanekes Film Das weiße Band und Christoph Waltz für seine Rolle in Inglourious Basterds.
Die Würfel sind gefallen und das Ergebnis dürfte niemanden überraschen. Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung am 7. März haben sich die Favoriten durchgesetzt. Die großen Abräumer bei den Nominierungen, die heute Morgen von Schauspielerin Anne Hathaway und dem Präsidenten der Oscar-Academy Tom Sherak bekanntgegeben wurden, sind das 3D-Spektakel Avatar von James Cameron und The Hurt-Locker von Kathryn Bigelow. Beide Filme erhielten jeweils neun Nominierungen. Pikant bei diesem Kräftemessen ist, dass Cameron und Bigelow von 1989 bis 1991 verheiratet waren.
Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz darf ebenso seine Koffer packen. Er wurde für seine Rolle in dem Tarantino-Streifen Inglourious Basterds als bester Nebendarsteller nominiert. Sein Landsmann Michael Haneke darf sich ebenfalls über eine Nominierung freuen. Sein Schwarz-Weiß-Film Das weiße Band geht ins Rennen um den besten ausländischen Film.
In der Kategorie «Bester Hauptdarsteller» wurden nominiert: Jeff Bridges, Colin Firth, George Clooney, Morgan Freeman und Jeremy Renner. Die weiblichen Pendants bilden: Helen Mirren, Carey Mulligan, Gabourey Sidibe, Sandra Bullock und Meryl Streep.
In der Kategorie «Bester Film» müssen sich in diesem Jahr erstmals zehn statt bisher fünf Kandidaten um den begehrten Filmpreis streiten. Neben Avatar und The Hurt-Locker gehen außerdem ins Rennen: Blind Side, District 9, An Education, Inglourious Basterds, A Serious Man, Oben, Up In The Air und Precious.
Christoph Waltz muss sich gegen richtige Hochkaräter behaupten. Neben ihm wurden Matt Damon, Woody Harrelson, Christopher Plummer und Stanley Tucci in der Kategorie «Bester Nebendarsteller» nominiert. Als «Beste Nebendarstellerin» erwarten Penélope Cruz, Vera Farmiga, Maggie Gyllenhaal, Anna Kendrick und Mo'Nique das Votum.
Michael Hanekes Film Das weiße Band muss sich in der Kategorie «Bester fremdsprachiger Film» der Konkurrenz aus Israel (Ajami), Argentinien (El Secreto de Sus Ojos), Peru (The Milk Of Sorrow) und Frankreich (Un Prophete) stellen.
Insgesamt sind vier vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Filme im Rennen. «Wir freuen uns von Herzen und sind unglaublich stolz auf die großartigen Filmemacher», erklärte Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus in Potsdam. Die Filme Inglourious Basterds, Das weiße Band, Ajami und Ein russischer Sommer sind für insgesamt 13 Preise nominiert. Niehuus sagte in der Mitteilung: «Ab jetzt heißt es Daumen drücken und nicht mehr loslassen.»
Die Oscars werden am 7. März im Kodak Theatre in Los Angeles vergeben. In diesem Jahr moderieren die beiden Schauspieler Alec Baldwin und Steve Martin die mehrstündige Show.
nak/ivb/news.de
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