Alte Freunde gesucht
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Von news.de-Redakteurin Nadine Kotré
Artikel vom 29.01.2010
Sechs Freunde, New York, Lieb, Leid und viel Humor - das ist das Rezept, mit dem die Serie Friends weltweit zu einer Kultserie wurde. Doch was ist eigentlich aus «Joey», «Phoebe» oder «Chandler» geworden?
Vor sechs Jahren endete die Fernsehserie Friends. Witzige Dialoge und überzeugende Darsteller hatten der Serie um sechs New Yorker Freunde weltweiten Erfolg gebracht. Der Erfolg war so groß, dass alle sechs Schauspieler für jede Episode der zehnten und letzten Staffel eine Million Dollar Gage bekamen. Durch die enormen Einnahmen aus Merchandising und Werbung war es dem Sender NBC, der die Serie produzierte, ein leichtes, die Gehälter zu bezahlen.
Während der zehnjährigen Laufzeit der Show interessierten sich die Zuschauer aber nicht nur für das Privat- und Liebesleben der sechs fiktiven Charaktere, sondern auch für das ihrer Darsteller. Allen voran Jennifer Aniston und ihre Beziehung mit Brad Pitt waren Dauerthemen in den amerikanischen Boulevardblättern.
2004 gingen die Freunde dann getrennte Wege. Das Ende der Serie war gleichzeitig ein Neubeginn für die Schauspieler. Nun waren sie nicht mehr nur an ein Projekt gebunden und konnten lediglich die drehfreien Monate zwischen zwei Staffeln für Ausflüge auf die Kinoleinwand nutzen. Die Vorstellungen über ihre Karriere nach Friends waren bei den Schauspielern verschiedene. Während sich Jennifer Aniston ausschließlich auf Kinorollen konzentrierte, blieb Matt LeBlanc beispielsweise dem Fernsehen treu. Mehr als das, er bekam seine eigene Serie namens Joey.
In dieser machte er genau das, was er auch schon bei Friends tat, er spielte Joey Tribbiani, den leicht trotteligen dafür aber gut aussehenden Womanizer, der sich bislang eher erfolglos als Schauspieler versuchte. Doch eines unterschied Joey von Friends: der mangelnde Erfolg. Nach nur zwei Staffeln wurde die Serie auch schon wieder eingestellt. Das war 2006. Seitdem tritt LeBlancs Karriere auf der Stelle. Die Rollenangebote blieben aus und so gründete der 42-Jährige zusammen mit einem Partner eine Produktionsfirma namens Fort Hill Productions, die bislang allerdings nur einen TV-Film umsetzte.
Matt spielt Matt
Nach vier Jahren Fernsehabstinenz wird LeBlanc bald mit einer neuen Serie zurückkehren. Episodes handelt von einem britischen Paar, das eine erfolgreiche Show in Großbritannien hat und von Hollywood-Produzenten überzeugt wird, einen Ableger für den amerikanischen Markt zu machen, in dem Matt LeBlanc mitspielen soll. Matt LeBlanc spielt in Episodes also Matt LeBlanc. Dürfte zu machen sein, bleibt allerdings abzuwarten, ob die Show auch die Zuschauer überzeugen kann. Denn vom Bild des jugendlich wirkenden LeBlancs sollten sich seine Fans verabschieden. Der Schauspieler hat kräftig zugelegt und trägt die Haare nun grau meliert.
Auch sein Privatleben erlebte Tiefen. Nach nur drei Jahren ließen sich LeBlanc und seine Frau Melissa McKnight scheiden, nachdem er zugegeben hatte, eine Stripperin in einem kanadischen Nachtclub begrapscht zu haben. Diese reichte dann zu allem Überfluss noch eine Klage wegen Verleumdung ein, weil er abfällig über sie in einer Zeitung gesprochen hatte.
Aber nicht nur LeBlanc war vom «Fluch von Friends» betroffen. Auch die Karrieren von Matthew Perry (Chandler Bing) und David Schwimmer (Ross Geller) kamen ins Straucheln.
Flops und Depressionen für Chandler
Nach nur einer Staffel wurde Perrys Serie Studio 60 On The Sunset Strip wegen schlechter Einschaltquoten wieder eingestellt. Auch seine Versuche, sich auf der großen Leinwand zu etablieren, scheiterten. Seine Rolle als depressiver Drehbuchautor in Numb wurde von der Kritik verrissen. Der Film erwies sich dann auch erwartungsgemäß als Flop an den Kinokassen. Wie seine Figur im Film litt auch Perry selbst an Depressionen. Aus diesem Grund verschanzte er sich phasenweise für Tage in seinem Haus in den Hollywood Hills.
Die Serie The End of Steve, in der er die Hauptrolle übernahm, schaffte es 2008 nicht einmal über die Pilotfolge hinaus. Im gleichen Jahr konnte er jedoch mit der Komödie 17 Again, wenn er auch nur in einer Nebenrolle zu sehen war, wieder einen Erfolg verbuchen. Momentan steht er für die Sitcom Mr. Sunshine vor der Kamera, die 2010 starten soll.
So wankelmütig sich seine Karriere gestaltet, so flatterhaft ist auch sein Liebesleben. Seit 2002 ist er mal mit Kollegin Lauren Graham, bekannt als Lorelai Gilmore aus Gilmore Girls, zusammen, mal wieder nicht.
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