Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Wer kennt das nicht: Kunden oder Kollegen, die einen zu Tode nerven. Kein Wunder, dass man manchen von ihnen zur Hölle wünschen möchte, denn da kommen sie ja auch her: aus der Hölle. Das zumindest zeigt unser Surftipp.
Vielleicht kennen Sie einen Dialog wie diesen aus dem eigenen Alltag: Ich: «Der Kunde fragt wiederholt nach den Daten, was ist denn da los bei euch?» Kollege: «Unser Grafiker ist in Urlaub, und wir wissen nicht, wie wir die CD aus dem Mac bekommen sollen.» Wenn Ihnen das auch schon passiert ist, wenn auch Sie das Gefühl haben, Ihr Kollege hat immer zwei mal mehr wie Sie, und wenn auch bei Ihnen der Kunde immer Recht hat, hätten wir da zwei Tipps für Sie.
Kollegen aus der Hölle und Kunden aus der Hölle sind eigentlich mehr als schlichte Seiten. Kaum Design, fast nur Text, der aber hat es in sich. Florian Bredl aus Hamburg sammelt hier Dialoge aus dem Arbeitsleben, wie eben den, den Sie anfangs lesen konnten. Oder Dialoge wie diesen hier: Kunde: «Wir hätten im Logo gerne ein ‹i› vor dem Produktnamen.» Ich: «Entschuldigung, aber Ihr Produktname trägt doch gar kein ‹i› davor.» Kunde: «Wir denken, das ist modern und bringt unser Produkt nach vorne. Bitte das ‹i› einfügen.»
Das ist oft witzig, manchmal aber auch erschreckend, teilweise traurig und oft kaum zu glauben. Zumindest, wenn man annimmt, dass all diese Zitate und Dialoge der Realität entstammen. Wenn der CEO beispielsweise fragt, wofür man eigentlich Designer brauche, ob das nicht alles mit dem Computer gehe, wenn darüber debattiert wird, wie man einen perfekten Kreis noch runder machen kann, weil der Kollege das dem Kunden nunmal versprochen hatte, oder wenn Kunden ihr Rot gerne etwas grüner haben möchten, verzweifelt man beim Lesen förmlich mit. Und wünscht Kollegen und Kunden gleichermaßen dahin, wo sie offensichtlich herkommen: in die Hölle.
seh/ivb/news.de