Inselabenteuer für Eingeweihte
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Von news.de-Mitarbeiterin Cornelia Wystrichowski
Artikel vom 21.01.2010
Auf den ersten Blick wirkt die Serie Lost wie eine moderne Variante von Robinson Crusoe. Doch seit dem Start wurde die Geschichte immer verzwickter. Nun beginnt die fünfte und vorletzte Staffel auf Kabel Eins.
Die Handlung ist labyrinthisch und muss Außenstehenden völlig bizarr erscheinen – doch die Fans der US-Kultserie Lost warten seit Monaten mit Spannung darauf, wie die Geschichte um die Überlebenden eines Flugzeugunglücks, die auf einer Pazifikinsel von einem Mysterium ins nächste stolpern, weitergeht. Von heute an läuft nun die fünfte und vorletzte Staffel der Serie – die 17 neuen Episoden (donnerstags, 21.15 Uhr, Doppelfolgen) sind auf Kabel eins zu sehen, da Pro Sieben Lost an den kleinen Schwestersender weitergereicht hat.
Grund: Obwohl die Serie mit Preisen überhäuft wurde und weltweit in 40 Ländern läuft, stürzten die Quoten beim deutschen Publikum zuletzt auf schwache 7,2 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen ab – dem ein oder anderen wurde das Rätselraten womöglich zu viel, andere schauen sich das Ganze lieber auf DVD an.
Beim Start von Lost war die Story noch überschaubar: Ein Flugzeug stürzte auf einer einsamen Insel ab, und die Überlebenden um den smarten Anführer Jack (Matthew Fox) und die attraktive Kate (Evangeline Lilly) mussten sich als moderne Nachfolger von Robinson Crusoe auf einem Eiland behaupten, auf dem offenbar etwas Böses sein Unwesen trieb. Die Macher verschachtelten die Handlung dann zunehmend und warfen immer neue Fragen auf.
Da ging es um ein Monster aus dunklem Rauch und um verfluchte Zahlen, um die unheimliche «Dharma-Initiative» mit ihren rätselhaften Forschungseinrichtungen oder die mörderischen «Anderen», die ebenfalls auf der Insel leben. Ein Eiland, auf dem unter anderem Lahme gehend werden – hinter den geheimnisvollen Kräften des Atolls ist ein skrupelloser Milliardär aus London her, der irgendetwas mit dem verheerenden Flugzeugabsturz zu tun hat. Ach ja, am Ende der vierten Staffel katapultierte der Anführer der «Anderen» die Insel mal eben mit einem verwitterten Steuerrad durch die Zeit, in den neuen Folgen reisen die Bewohner deshalb unkontrolliert durch die Vergangenheit. Die sechs Überlebenden, denen zuletzt die Flucht gelang, müssen in der fünften Staffel auf die Insel zurück, um ihre dort gebliebenen Freunde zu retten.
Kurz gesagt: Für Außenstehende ist es völlig illusorisch, zum jetzigen Zeitpunkt in die verrätselte Handlung einzusteigen. Für Fans sind die neuen Episoden dagegen ein Muss, schließlich wollen sie wissen, wie es ausgeht und ob alle Rätsel, die im Lauf der mehr als 100 Folgen aufgeworfen wurden, am Ende befriedigend gelöst werden. In der sechsten und letzten Staffel, die in wenigen Tagen in den USA startet, müssen die Macher um Serienerfinder J.J. Abrams die Karten auf den Tisch legen – in Deutschland ist das Lost-Finale voraussichtlich erst nächstes Jahr zu sehen.
Lost, Donnerstag, 21. Januar, 21.15 Uhr, Kabel Eins
bla/news.de
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