So., 27.05.12

Bundeskartellamt 18.01.2010 Verleger gehen gegen Google vor

Google (Foto)
Jetzt beschäftigt sich das Bundeskartellamt mit dem Fall Google. Bild: dpa

Die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger haben sich beim Bundeskartellamt über Google beschwert. Stein des Anstoßes sind die Anreißertexte, die bei der Google-News-Suche erscheinen. Ein Karten- und ein Shoppingdienst legten ebenfalls Beschwerde ein.

Laute einem Bericht auf Tagesschau.de haben sich die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger beim Bundeskartellamt über Google beschwert. Auch die Microsoft-Tochter Ciao und der Kartendienst Euro-Cities hätten sich der Beschwerde angeschlossen.

Das Bundeskartellamt habe Google um Stellungnahme gebeten. «Wir sind natürlich gern bereit, dem Bundeskartellamt unsere Produkte und Geschäftspraktiken zu erklären, und wir sind davon überzeugt, dass sie den deutschen und europäischen Gesetzen entsprechen», zitiert Tageschau.de den Google-Deutschland-Sprecher Kay Oberbeck.

Weil Google für so genannte «Snippets», die Anreißertexte in der Google-News-Anzeige, den Verlagen nichts bezahlt, laufen die Verlegerverbände Sturm. Der Kartendienst Euro-Cities kritisert, dass Google Maps kostenlos Karten anbietet.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDVZ) fordert: «Wir wollen wissen, wie gelistet wird und warum welches Angebot oben in der Ergebnisliste steht, und wir wollen an den Werbeeinnahmen, die mit unseren aufwendig hergestelten Qualitätsinhalten generiert werden, beteiligt werden», hatte ein Referent des BDVZ im November 2009 erklärt.

Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kritisieren die Verleger, dass Google zunächst auf eigene Seiten und die seiner Partner verweise. Der Shoppingdienst Ciao ist nicht damit einverstanden, dass Google automatisch Werbung auf die Seiten Dritter stellt und damit das Anzeigengeschäft auf diesen Seiten behindere. Ciao beziehe sich dabei auf einen Vertrag, den die Firma mit Google geschlossen hat, bevor Microsoft den Shoppingdienst kaufte.

Google hat jetzt einige Wochen Zeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Dann entscheidet das Bundeskartellamt, ob es ein Verfahren gegen Google eröffnet.

 

amg/voc/nbr/news.de
Leserkommentare (2) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Matthias Engel
  • Kommentar 2
  • 18.01.2010 23:44
 

Alles quatsch hier geht es nur rein rechtlich um Macht und Geld!! Warum das -- um --- nicht mit rein gekommen ist mag wohl komisch sein!!

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  • Matthias Engel
  • Kommentar 1
  • 18.01.2010 23:42
 

Alles quatsch hier geht es nur rein rechtlich Macht und Geld!!

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