«Avatar» reizt Vatikan und Nichtraucher
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Von news.de-Redakteurin Anne Meyer-Gatermann
Die Kassen klingeln, aber jetzt bekommt der Film Avatar Gegenwind von Nichtrauchern und dem Vatikan. Nur die amerikanischen Drehbuchautoren sind dem Streifen wohl gesonnen und nominieren ihn für den Wettbewerb um das beste Drehbuch.
Der letzte Fim in dem ich rauchende Schauspieler gesehen habe, hieß: «Flammendes Inferno»...
Es mag ja sein, dass Avatar der derzeit erfolgreichste Film in den Kinos ist, doch einige bringt der Streifen auf die Palme: Eine Nichtraucher-Organisation läuft Sturm, weil Sigourney Weaver darin zur Zigarette greift. Und es kommt noch schlimmer: Auch der Vatikan will seinen Segen nicht geben, weil die gezeigte Verehrung der Natur einem Religionsersatz gleiche.
Die amerikanische «Initiative für rauchfreie Filme» hat ganzseitige Anzeigen in den Filmbranchenblättern The Hollywood Reporter und Variety geschaltet, in denen sie dagegen protestiert, dass ein Film mit der Freigabe ab 13 Jahren eine rauchende Schauspielerin zeigt. «Rauchen in für Kinder freigebenen Filmen - jetzt auch in 3D», lautet der provokante Slogan der Anzeigenkampagne.
Avatar müsse als Erwachsenenfilm eingestuft werden, fordert die Nichtraucherinitiative. Besonders bedenklich sei, dass Weaver als Dr. Grace Augustine eine positiv besetzte Figur mit Vorbildfunktion ist. «Seit 40 Jahren sind in Amerika Werbefilme für Tabak verboten», heißt es in der Anzeige. «Aber für jeweils 100 Millionen Dollar, die Avatar einspielt, bekommt das Publikum 40 Millionen Mal Tabakkonsum zu sehen. Das entspricht Gratiswerbung in Höhe von 50 Millionen Dollar für die Tabakindustrie», behauptet die Initiative. Besonders pikant: Avatar hat 30 Millionen staatliche Fördergelder kassiert. «Das Publikum muss nicht nur dreidimensional Zigarettenwerbung ertragen, es muss auch noch mit Steuergeldern dafür zahlen», heißt es in der Protestanzeige.
Überhaupt sei es nicht das erste Mal, dass Cameron Schleichwerbung für Zigaretten mache, so die empörten Nichtraucher: Schon im Kassenschlager Titanic habe die Zigarette als Symbol für weibliche Unabhängigkeit herhalten müssen.
Derweil mokiert man sich im Vatikan, die Natur in Avatar sei «nicht mehr eine Schöpfung, die verteidigt werden, sondern eine Gottheit, die verehrt werden muss», so Radio Vatikan. Kein gutes Haar lassen der Vatikansender und die Zeitung L'Osservatore Romano an dem Kassenschlager mit den blauen Wesen.
Hollywoods Drehbuchautoren sehen das ganz anders: Sie haben Avatar jetzt für das beste Drehbuch des Jahres nominert. Und das macht wiederum Hoffnung: Der Gewinner des Wettbewerbs des US-Autorenverbands darf oft auch einen Oscar mit nach Hause nehmen.
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Leserkommentare (2)
Ich vertrete deine Meinung, nicht, weil ich keine eigene habe, sondern weil sie nicht anders sein wird. Vatikan hin oder her, glauben soll der Mensch woran er möchte. Der Beginn allen Glaubens allerdings bezog sich nicht auf einen Gott, sondern auf die Weiblichkeit; dazu gehört die Natur. Sie wird von mehr Menschen verehrt als der Vatikan "glaubt". Kommt es lustigerweise dazu, dass Cameron verklagt wird, z.B. von einem prüden, nichtrauchenden Gottesanbeter, so werde ich einer von Vielen sein, die ihm durch einen weiteren Kinogang oder DVD-Kauf finanziell unter die Arme greifen wird. Amen.
jetzt antworten Kommentar meldenDieser Vatikan hat es gerade nötig. Verstecken sich hinter Ihrem Kreuz und sind heimliche Kriegstreiber. Wer hat es den versucht diversen Naturvölkern Ihren Glauben aufzuzwingen von wegen Missionarsarbeit jeder der nicht an dieses Lügenbuch glaubt muss bekehrt werde oder wie sehe ich das. Zumal in dem Film die "Gaja Theorie" behandelt wird und nichts anderes. Aber Typisch ist das Koruppt durch und durch und vor allem Degeneriert und dumm versucht doch mal von eurem Geld was ihr euch da im Vatikan von den Gläubigen erschleicht satt zu werden.
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