Songs für jede Stimmung
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Von news.de-Redakteur Florian Blaschke
Artikel vom 08.01.2010
Musik und Emotionen hängen unmittelbar zusammen. Die Internetseite Steromood versucht deshalb, für jede Situation die richtigen Songs zu finden - und schlägt sich dabei wacker.
«Schatz, hör' doch, sie spielen unser Lied!» Was für ein Satz. In Stein gemeißelt, verfilmt, durch den Kakao gezogen und doch, ein Satz mit Aussage. «Unser Lied» ist immer eines, das bestimmte Emotionen bedient, ebenso wie das Stück, das wir während des Abiturs gehört haben. Oder bei Liebeskummer. Oder nach dem Sieg der Fußballmannschaft. «Hinter jedem Song steckt immer eine Emotion», heißt es nicht umsonst auf steromood.com, einem kostenlosen Anbieter für Musik. Der Clou hierbei: Sie wird - eben deshalb - nach diesen Emotionen gefiltert.
Also auf in den Selbstversuch. Nicht nur Stimmungen wie Trauer oder Glück lassen sich auswählen, sondern auch Situationen oder Umgebungen. «Winter» etwa. Und siehe da. Treffsicher wählt die Seite für uns Don't Eat the Yellow Snow von Frank Zappa aus. Nicht nur ein guter Rat, auch ein gutes Stück. Vor allem beim Blick aus dem Fenster. Und dahinter? Landen beispielsweise Snow (Hey Oh) von den Red Hot Chilli Peppers, auch wenn das mit Winter außer dem Titel herzlich wenig zu tun hat, oder Lost in Autumn von The Sea and Cake. Da hat sich wohl jemand in der Jahreszeit vertan.
Mit anderen Schlagwörtern trifft Stereomood schon eher ins Schwarze, auch wenn die Auswahl an Titeln teils noch arg begrenzt ist. «Melancholy» aber spuckt dann doch einiges aus, als Opener zum Beispiel You Give me Something von James Morrison, und bevor uns die Tränen in die Augen treten, weil wir danach noch Ten Years Gone von Led Zeppelin oder Sno Cat von Kristin Hersh hören müssen, schalten wir lieber weiter, einmal quer durch die dutzenden von Tags, angefangen bei «Asleeping on my feet» bis «States of hallucination». Es ist wirklich für jeden was dabei.
Und wer öfter vorbeischaut, für den lohnt es sich vielleicht, sich einen Account bei Steromood anzulegen, um Playlists zu speichern, selbst Lieder mit Tags zu versehen oder sie bei iTunes oder Amazon zu kaufen. Nur bei einem sollten die Macher von Stereomood vorsichtig sein: Nicht jedes Tag funktioniert. Wie sich etwa «Focus on» oder «serious», also ernsthafte Musik, anhört, das bleibt selbst dann im Ungefähren, wenn also erster Titel das durchaus großartige Beat The Twilight von Decoder Ring gespielt wird.
seh/news.de
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