Deutschland sucht – ja, was denn eigentlich?
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Von news.de-Mitarbeiter Armin Peter
Artikel vom 07.01.2010
Rekordverdächtige Teilnehmerzahlen, jede Menge Casting-Opfer und ein Sparschwein – die siebente Staffel von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) treibt die Quoten von RTL in die Höhe.
In vorangegangenen Staffeln schaffte er es mit derben Sprüchen, die bei den Casting-Kandidaten oft Heulkrämpfe oder Hasstiraden auslösten, regelmäßig in die Schlagzeilen der Boulevardpresse. Für dieses Mal hatte Dieter Bohlen Besserung gelobt: Einen Euro warf der selbsternannte Richter über den Pophimmel für jeden Kraftausdruck in ein eigens dafür bereitgestelltes Sparschwein. Der Erlös soll einem guten Zweck zugutekommen.
Moderator Marco Schreyl präsentierte die mit großem Pomp inszenierte sechste Staffel der berühmt-berüchtigten Castingshow Deutschland sucht den Superstar. Mehr als 30.000 Kandidaten waren angemeldet und hatten sich damit der Gefahr einer krachenden Blamage vor einer gnadenlosen Jury ausgesetzt. Dennoch war die Zuversicht groß, Kameras fingen jubelnde Menschenmassen und freudige Gesichter ein.
Auch dieses Mal galt: Selbstdarstellung ist alles – und zwar nicht nur für die Kandidaten: Im weißen Anzug und mit Sonnenbrille entstieg Bohlen einem protzigen Jet, um mit seinen beiden Kollegen in silbrig funkelnden Autos davonzufahren. Als Mitjuroren dürfen in der siebenten Staffel MTV-Blondine Nina Eichinger und Musikmanager Volker Neumüller an seiner Seite sitzen. Neben Quotenzugpferd Bohlen allerdings haben sie eher dekorative Funktion.
Der ganz normale Casting-Wahnsinn
Wie früher schon wurden die schrägsten Vögel aus der großen Masse der Kandidaten präsentiert: Ob der achtzehnjährige Marcel mit Urinfleck auf der Hose oder Christian aus Sachsen-Anhalt, der vor laufender Kamera seine erotischen Fantasien mit Sängerin Nena schilderte – schon die erste Folge ließ erahnen, dass es auch dieser Staffel an peinlichen Auftritten nicht mangelt.
Allen guten Vorsätzen zum Trotz, Dieter Bohlen ließ das Fluchen nicht. Und der Bauch des bunten Sparschweins füllte sich stetig mit Eurostücken. Wenig kreativ zeigten sich dagegen Bohlens farblose Mitjuroren, die in der Regel nur sein Urteil abnickten und kaum eigene Kommentare abgaben.
Von zehn präsentierten Kandidaten schafften es lediglich drei in den Recall. Der Rest wurde von Phrasenschleuder Bohlen mehr oder minder unsanft aussortiert. Einigen gelang noch ein halbwegs würdevoller Abgang («Du hast dich nicht blamiert»), andere tobten oder weinten. Der ganz normale Casting-Wahnsinn.
Sucht Deutschland den Super-Deppen?
Und der bescherte dem Sender Traumquoten: Die erste Folge erreichte in der werberelevanten Zielgruppe mehr als fünf Millionen Zuschauer, mehr als jede DSDS-Staffel zuvor. Insgesamt sahen den Auftakt zur siebenten Staffel 7,37 Millionen Zuschauer. Damit war DSDS die erfolgreichste Sendung des Abends.
Doch sucht Deutschland wirklich den Superstar? Oder ist RTL doch eher auf der Suche nach den Super-Deppen? Die Sendung, mit überragendem Schwerpunkt darauf ausgelegt, untalentierte Menschen zu verspotten, handelte die wirklich guten und vielversprechenden Sänger knapp ab, wie Straßenmusiker Helmut mit Summer of 69 oder den 28-jährigen Mehrzad mit einem Titel der Söhne Mannheims.
Bei allem Reiz verspielt DSDS damit eine große Chance. Denn im Gegensatz zu Shows wie Britain’s got talent, die mit Außenseitern wie Susan Boyle oder Paul Potts überraschende und bisher nachhaltig erfolgreiche Talente hervorbringen konnte, hat DSDS bisher nur außerordentlich kurzlebige Musikkarrieren von Bohlens Gnaden produziert. Echte Superstars sehen anders aus.
bla/nbr/news.de
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warum, zur hölle, rezensiert man sowas? also wirklich, die 23. staffel dsds ist keinen einzigen buchstaben wert, wo ist der informationsgehalt? kein neues format, alles altbekannt... liebes news.de, wenn ich auf eure seite gehe, dann möchte ich über neues informiert werden und nicht mit zweitklassigen kritiken zu zweitklassigen fernsehformaten genervt werden.
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