«Zelda: Spirit Tracks» Held in Strumpfhosen

Für seine Prinzessin würde er alles tun. Also springt Held Link einmal mehr in die Bresche für Zelda. Auf dem Handheld Nintendo DS bringt das jüngste Spiel unterhaltsame Rätselstunden.

«Zelda: Spirit Tracks» (Foto)
Quer durchs Königreich Hyrule muss Link reisen, um Prinzessin Zelda zu retten. Doch die Bahnschienen sind verschwunden. Bild: Nintendo

Link ist inzwischen mehr als 20 Jahre alt. In der Videospielbranche ist das fast eine halbe Ewigkeit. Und noch immer sprüht der blonde Held im grünen Kostüm vor Abenteuerlust. Dabei hat jeder Schwerthieb, jede zu lösende Aufgabe nur ein Ziel: dem Königreich Hyrule zu nutzen.

In The Legend of Zelda: Spirit Tracks muss der kleine Held für Prinzessin Zelda erneut in die Bresche springen. All das nur, weil gemeine Mächte dabei sind, die Schienen der Götter an sich zu reißen. Links Aufgabe: Er muss dafür sorgen, dass die Gleise wieder genutzt werden können.

Dafür muss der kleine Held eine Menge Rätsel lösen, weise Lokomos um Rat fragen, Aufgaben für die Bewohner verschiedener Dörfer bewältigen und natürlich mit dem Zug der Götter neue Ziele erreichen.

«Zelda: Spirit Tracks»: Retter von Hyrule

Das Adventure bietet eine gelungene Mischung aus Rätseln und Gegner-Kämpfen. Aber vor allem ist man als Spieler nie allein unterwegs. An der Seite von Link ist immer der Geist von Prinzessin Zelda, in deren Rolle der Spieler gelegendlich ebenfalls schlüpfen darf. Wem das nicht genügt, der kann mit Freunden auf verschiedenen Konsolen den Mehrspielermodus starten - auch dann, wenn nur einer das Spiel besitzt.

Tolle Interaktion, dröge Zugfahrt

Das Gute am Adventure-Modus für Einzelspieler: Um voranzukommen, genügt es nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Längst nicht jeder Gegner lässt sich per Frontalangriff aus dem Weg räumen. Immer wieder müssen Spieler gemeinsam mit Zelda interagieren, Ablenkungsmanöver praktizieren und dann zum Angriff übergehen.

«Zelda: Spirit Tracks»: Auf den Schienen der Götter
Video: Nintendo

Doch selbst wenn sich dem Duo niemand in den Weg stellt: Voran kommt nur, wer seinen Grips benutzt. Dafür gibt es jede Menge Rätsel und Dialoge, die volle Aufmerksamkeit fordern. Nur so lassen sich Hindernisse bewältigen, die in den Schreinen, die das hauptsächliche Tummelfeld ausmachen, deutlich vielfältiger gestaltet sind als in den Dörfern, die per Zug angefahren werden können.

Apropos Zug: Das Schienengefährt als Fortbewegungsmittel bietet einmal anders Vorwärtskommen. Allerdings fehlt es auf den Strecken erheblich an Abwechslung. Abgesehen von ein paar Tieren, die die Fahrt gemein ausbremsen können, passiert nicht viel.

Die Steuerung des Spiels ist schnell und einfach zu begreifen und reagiert bis auf wenige Ausnahmen fehlerfrei. An vielen, sinnvollen Stellen muss auch das Mikrofon der kleinen Konsole genutzt werden, um beispielsweise Gegenstände einsammeln zu können, die inmitten unüberwindbarer Abgründe lagern. Insgesamt kommen so auch Kinder gut mit der Navigation zurecht.

Grafik mit begrenzter Begeisterungsfähigkeit

In der Grafik zeigen sich dagegen Mängel. Die angenehme Landschaftsgestaltung zerfasert an Häusern und Figuren. Zwar ist die Auflösung der Nintendo-DS-Displays ohnehin nicht die beste. Doch Artefakte in der Videodarstellung und starke Pixel im normalen Spielmodus trüben das Spielvergnügen ein wenig.

Trotzdem haben die Entwickler von The Legend of Zelda: Spirit Tracks viel Spielerfreundlichkeit bewiesen. Die Kamerasteuerung im Zugmodus bietet Blickweite und die eingebaute Notizfunktion auf Karten erweist sich als nützliche Gedankenstütze. Hinzu kommt die beim Spielstart abgefragte Links- oder Rechtshändigkeit.

Fazit: Das Adventure bringt Fans und Neueinsteigern eine Menge Unterhaltung. Rätsel und Knobelaufgaben fordern die Spieler ebenso heraus wie die Gegner, die zum Ende jedes Kartensegments drohen, Link ins Jenseits zu befördern. Alle Herausforderungen sind zu bewältigen, auch wenn es mal eines Anlaufs mehr bedarf. Wer darauf keine Lust hat, findet Lösungshilfen im Internet.

«Zelda: Spirit Tracks»: Auf den Spuren der Dämonen
Video: Nintendo

Weniger spannend sind die Zugfahrten, die die Abenteuerlust etwas dämpfen. Hier wäre mehr drin gewesen. Auch das Abspeichern von Daten ist Geschmackssache. Zwar können Spielstände jederzeit über das Menü abgelegt werden. Wer sie aber wieder aufruft, landet nicht unbedingt an der Stelle, an der das Spiel tatsächlich gespeichert wurde. Zudem sind pro Spielkonsole nur zwei Speicherslots verfügbar. Insgesamt aber ist das Verhältnis von Spielunterhaltung zu Preis gerechtfertigt.

Titel: The Legend of Zelda: Spirit Tracks
Genre: Adventure
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Preis: zirka 35 Euro
Sprache: Deutsch
USK: freigegeben ab 6 Jahre
Altersempfehlung der Redaktion: ab 10 Jahre
Plattform: Nintendo DS
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2009
Weiterspielen: The Legend of Zelda: Phantom Hourglass (Nintendo DS), Mario & Luigi: Abenteuer Bowser (Nintendo DS), Giana Sisters DS (Nintendo DS)

sis/news.de

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