Cem Özdemir genießt seine Elternzeit, Elton John hilft seinem Kollegen Eminem beim Drogenentzug und Reinhold Messner ist nicht begeistert, dass sein Sohn auch das Klettern für sich entdeckt hat. Die Promi-News des Tages.
Cem Özdemir bleibt konsequent
Wegen seiner Babypause hat Grünen-Chef Cem Özdemir im Dezember nicht an der Klimakonferenz in Kopenhagen teilgenommen. Die Absage sei ihm schwergefallen, sagte der 44-Jährige der Bild am Sonntag zufolge. «Ein bisschen Vaterwochen geht aber nicht, die sechs Wochen sind ohnehin kurz genug. Deshalb bleibe ich konsequent und nehme keine politischen Termine wahr.» Nach der Geburt seines Sohnes am 1. Dezember hat Özdemir bis zum 10. Januar Elternzeit genommen.
Einmal am Tag rufe er sein Büro an, um sich auf den neuesten Stand bringen zu lassen. «Aber den Rest des Tages bin ich dann Papa», sagte er. Er bringe die ältere Tochter Mia in den Kindergarten, kaufe ein und erledige den Papierkram. «Ich kümmere mich stark um unsere Tochter, damit sie sich durch den kleinen Bruder nicht benachteiligt fühlt.»
Eminems Kampf gegen die Drogen
Der britische Popsänger Elton John hilft seinem US-Kollegen Eminem dabei, von seiner Medikamentensucht loszukommen. «Ich habe ihm die letzten 18 Monate zur Seite gestanden, und er macht sich hervorragend», zitierte das People-Magazin aus einem Interview des Briten.
Der 37-jährige «weiße Rapper» Eminem war wegen seiner Sucht nach Schlaf- und Beruhigungspillen 2005 schon einmal im Entzug. Dem Vibe-Magazin sagte er später, er habe vor dem Entzug 10 bis 20 Tabletten am Tag geschluckt und um ein Haar eine Überdosis des Heroin-Ersatzes Methadon genommen.
Elton John hat nach seiner eigenen Tablettenabhängigkeit in den 1980er Jahren schon mehreren Promis geholfen, ihre Sucht nach Medikamenten unter Kontrolle zu bekommen. In dem Interview des Radiosenders BBC sagte er, «ich bin da, wenn mich jemand braucht». Und weiter: «Wenn man darauf angesprochen wird, zeigt man den Weg. Aber es bringt nichts, jemandem helfen zu wollen, der keine Hilfe will».
Messner ist nicht begeistert über kletternden Sohn
Bergsteiger-Legende Reinhold Messner ist nicht begeistert, dass sein 18-jähriger Sohn Simon inzwischen ebenfalls seine Leidenschaft fürs Klettern entdeckt hat. «Er hatte zunächst andere Interessen, die Wüste, er war ein Kamelfetischist, heute nicht mehr», sagte Messner der tageszeitung. «Das Klettern hat das alles aufgelöst.» Er halte es für keine gute Idee, dass sein Sohn jetzt auch klettere. «Aber er hat das angefangen.»
Wenn sie gemeinsam unterwegs seien, habe er zwar ein gutes Gefühl, sagte Messner. «Aber wenn er alleine oder mit anderen klettert, mach' ich mir Sorgen. Da bricht dann irgendwo über ihm ein Stein ab.» Allerdings lasse sich Simon von ihm genauso wenig wie er früher von seinem Vater sagen, wo er klettern dürfe.
Mit Blick auf seine eigene Familie sagte Messner, es sei egoistisch gewesen, dass er früher manchmal «wie ein Outlaw» in der Wildnis gelebt habe. «Den Eltern, der Frau, den Kindern gegenüber, weil das ja mit Gefahren verbunden ist.» Vor der Bergtour, bei der 1970 sein Bruder Günther umkam, habe seine Mutter gesagt, nur einer der Söhne solle gehen. «Die Mutter hatte immer Sorgen, wenn wir gingen.»
juz/news.de/dpa/ap