So., 27.05.12

Unsere «Simpsons» 17.12.2009 Gelbsucht

News.de-Redakteur Karsten Busch. (Foto)
news.de-Redakteur Karsten Busch Bild: news.de

Von news.de-Redakteur Karsten Busch

Gelb, rotzig, weltberühmt – das muss man erstmal schaffen mit einem Allerweltsnamen. Die Simpsons haben es hingekriegt und sich trotz Schwächephasen ihren Ruhm redlich verdient.

Die Anziehungskraft war magisch: Eine quietschgelbe Familie mit rüden Manieren, die köstlicherweise so ziemlich alle Konventionen verletzt, die das Bild einer vorbildlichen amerikanischen Familie ausmachen. Bissige Gesellschaftsatire und ein Gag am anderen – ein Erfolgsmodell par excellence, dem man sich kaum entziehen konnte.

Gefühlt um Staffel 12 herum ließ die Qualität der Folgen rapide nach. Homer wurde zum Clown verdammt, Klamauk gewann die Oberhand über die satirischen Elemente, seitdem ist die Qualität der Episoden eher durchwachsen. Einzig Itchy und Scratchy, die brutale Variante von Tom und Jerry und Zeichentrickserie in der Zeichentrickserie, waren schon immer so abgedreht, da gibt es nicht viel zu toppen.

Geschenkt, man muss die Simpsons nicht mal mehr im Fernsehen gucken, um sie zu lieben. Sie sind eine lebende Legende, deren Gags millionenfach auf Schulhöfen, in Hörsälen und an Arbeitsplätzen rezitiert werden. Stichwort: «Spiderschwein, Spiderschweiiiiiin ...»

Wer sich dennoch lieber an die alten Zeiten erinnert und die älteren Folgen rauskramt, hat Material genug für Wochen. Er sollte es aber auch richtig machen und zu den wahren Wurzeln zurückkehren. Die ersten Kurzauftritte der Simpsons in der Tracy-Ullman-Show sind so richtig schön bissig, roh gezeichnet und noch einmal eine Runde bratziger als die unvergessenen ersten Folgen – die echtesten Simpsons, die es je gab.

bla/news.de
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