Von news.de-Mitarbeiterin Denise Peikert
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel läuft auf jedem Programm - news.de hat die klassischen Grimm-Verfilmungen dazwischen gefunden.
Donnerstag, 24. Dezember
Zur Einstimmung auf die weihnachtliche Märchenzeit geht es zum Frühstück am Heiligen Abend los mit einem Klassiker: Das Erste strahlt Hänsel und Gretel (9.30 Uhr) in einer Verfilmung von 1954 aus. Ein gemächlicher Auftakt, ist die doch eine von grausamen Details befreite Fassung.
Nur wenig älter ist die DEFA-Fassung von Die goldene Gans, die der RBB nach dem Mittag (13:55) zeigt. Zum Lohn für eine gute Tat findet der Schusterjunge Klaus beim Holzhacken im Wald eine goldene Gans. Sie hat eine merkwürdige Eigenschaft: Jeder, der sie berührt, bleibt an ihr kleben.
Freitag, 25. Dezember
1986 verfilmte die DDR ein Grimm-Märchen, das nur wenigen bekannt ist. Der Bärenhäuter (NDR, 6 Uhr) erzählt von einem Soldaten, der nach der Heimkehr aus dem Krieg einen Pakt mit dem Teufel schließt: Wenn er sich sieben Jahre nicht wäscht, nicht Haar und Nägel schneidet, soll er die Taschen immer voller Geld haben. Eine schöne Geschichte, in der es um die Relativität des Reichtums, um falsche und wahre Freundschaft, um Selbsterkenntnis und Liebeslohn geht.
Ebenso wenig den Grimms zugeordnet wird der Film Das singende, klingende Bäumchen (RBB, 13:15). Dabei beruht die Geschichte um eine gierige, hartherzige Prinzessin und den sie liebenden Prinzen auf mehreren Fragmenten der Grimms. Die Verfilmung ist ein einfacher Kinderfilm, der die Fantasie der kleinen Zuschauer anregen kann.
Mit Schneewittchen (14.45) , Rapunzel (15.45) und Der gestiefelte Kater (16.45) startet Das Erste heute seine Reihe 8 auf einen Streich. Acht Landesrundfunkanstalten haben in diesem Jahr jeweils einen 60-minütigen Spielfilm nach Grimmscher Vorlage produziert. Gedreht wurde an verschiedenen Orten im Land. So küsst Schneewittchen ihren Prinzen auf Brug Kriebstein in Sachsen und der Kater stiefelt durch Hamburg und Umgebung.
Samstag
Das Erste setzt wieder ab 14.45 seine Reihe 8 auf einen Streich fest. Nacheinander kommen Dornröschen, Die Gänsemagd und Rumpelstilzchen. Die Gänsemagd ist ein launiger Film über eine Prinzessin, die schon lange versprochen ist, aber wegen einer bösartigen Verwechselung auf dem Schloss ihres Angebetenen Gänse hüten muss.
Sonntag, 27. Dezember
Zwei DDR-Märchenfilme lassen Weihnachten zum Sonntag entspannt ausklingen: Schneeweißchen und Rosenrot (Das Erste, 10.03 Uhr) ist zwar etwas hausbacken inszeniert, aber durch seine frische musikalische Untermalung und schöne Naturaufnahmen doch weit über dem Mittelmaß.
Der RBB zeigt um 14 Uhr eine Verfilmung von König Drosselbart. Deren Tochter ist zur Vermählung kein Bewerber gut genug. Da lässt sie ihr Vater mit einem Bettler vermählen, mit dem Isabella in eine erbärmliche Hütte ziehen muss.
Samstag, 2. Januar
Im neuen Jahr beendet Das Erste seine Reihe 8 auf einen Streich. Um 15.30 läuft Die Bremer Stadtmusikanten, eine Stunde später Die kluge Bauerntochter.
nak/nbr/news.de