Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Vor einem halben Jahr hat sie die Castingshow Mission Hollywood gewonnen, seitdem versucht Sabrina Frank sich als Schauspielerin zu etablieren. Mit news.de sprach die 23-Jährige über die Dreharbeiten zum dritten Twilight-Film, Til Schweiger und ihren Plan B.
Sie haben im dritten Teil von Twilight mitgespielt. Auch wenn Sie über den Film noch nichts erzählen dürfen, wie war es, Hollywood-Luft zu schnuppern?
Frank: Der Film wurde zwar nicht in Hollywood, sondern in Vancouver gedreht. Aber allein an solch einem Set arbeiten zu können, ist Hollywood-Feeling pur. Es war eine tolle Erfahrung, die ich nie vergessen werden. Der Dreh war der absolute Hammer.
Waren Sie vor den Dreharbeiten ein Twilight-Fan?
Frank: Ich muss zugeben, als wir bei Mission Hollywood erfahren haben, dass die Gewinnerin bei Twilight mitspielen darf, da gehörte ich noch zu denen, die den Film nicht gesehen und die Bücher nicht gelesen hatten. Ich wusste noch nicht einmal, wer Robert Pattinson war. Für kurze Zeit stieg deshalb die Panik in mir hoch. Dann haben wir uns den Film aber angeschaut, der mir sehr gut gefallen hat. Als ich heimgekommen bin, habe ich direkt die Bücher gelesen, die ich auch super finde.
Im Sommer kommt der dritte Teil ins Kino, indem sie eine kleine Rolle übernommen haben. Sie werden also dann auch Teil des Twilight-Hypes sein. Schon eine Ahnung, was da auf Sie zukommt?
Frank: Ich bin eine Realistin und staple lieber tief. Ich denke mir: «Lieber erst einmal abwarten». Deswegen war ich bei Mission Hollywood auch bis zum Schluss nicht davon überzeugt, dass ich das Ding gewinnen kann. Ich hoffe, dass ich ein Teil dieses Hypes werde und Twilight ein weiteres Sprungbrett für mich sein wird.
Hätten Sie eigentlich auch gerne in Zweiohrküken mitgespielt, wie die Zweit- und Drittplatzierte von Mission Hollywood? Sie sollen ja ein großer Keinohrhasen-Fan sein.
Frank: Wie jede Mission-Hollywood-Kandidatin wollte auch ich unbedingt die Rolle in Twilight haben. Ich kann jedoch nicht leugnen, dass ich auch gerne bei Zweiohrküken mitgemacht hätte. Aber mein Auftritt kommt im dritten Twilight-Teil.
Sind Sie ein Til-Schweiger-Fan?
Frank: Ich bin nicht die Art von Fan, die sagt, Til Schweiger ist heiß. Aber ich respektiere seine Arbeit und schaue gerne Filme mit und von ihm. Er war auch mit ein Grund, warum ich mich bei Mission Hollywood beworben habe. Til ist ein super cooler und lockerer Typ, von dem ich viel lernen konnte. Er ist ein Mensch, der sein Herz auf der Zunge trägt, was viele zwar nicht mögen, ich schätze aber seine Ehrlichkeit.
Ob DSDS oder Popstars, deutsche Castings-Stars werden immens gepusht und verschwinden meist relativ schnell wieder von der Bildfläche. Warum glauben Sie, dass Sie langfristig erfolgreich sein können?
Frank: Ich habe ganz andere Startvoraussetzungen, weil die Sendung aufgrund der nicht so guten Quoten nicht so sehr gehypt wurde. Daher kann ich mich in der Öffentlichkeit noch frei bewegen, ohne ständig erkannt zu werden. Wenn mich jemand anspricht, dann sagen sie: «Irgendwoher kenne ich dich». Aber keiner verbindet mich direkt mit der Show. Mission Hollywood war für mich persönlich wichtig, um zu sehen, dass ich Talent habe. Und natürlich werde ich den Kontakt zu Til so gut wie möglich pflegen. Ich würde mich aber nie darauf verlassen, dass eine Show den Erfolg sichern kann. Man muss wahnsinnig viel arbeiten, um sich unabhängig von der Show etablieren zu können.
Haben Sie denn eine Erklärung für die schlechten Quoten der Sendung?
Frank: Unter den Mädels haben wir viel darüber geredet und auch mit den Machern der Show. Jeder hat eine andere Theorie. Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Sache wie das Schauspielen für den Zuschauer nicht so greifbar ist. Bei DSDS oder Popstars kann man auch als unmusikalischer Zuschauer hören, ob jemand gut oder schlecht singt. Bei uns ist das nicht so einfach.
Gibt es denn einen Plan B, wenn es mit der Schauspielkarriere nicht klappt?
Frank: Ja, den gibt es. Ich mache mit meinem Grundschullehramtsstudium weiter. Ich fühle mich einfach wohler, wenn ich weiß, dass es eine Alternative gibt. Ich kann wahnsinnig gut mit Kindern, stehe gerne vor einer Klasse. Da fühle ich mich wunderbar aufgehoben, sollte es mit der Schauspielkarriere nicht klappen.
Wie sehen Ihre aktuellen Pläne aus?
Frank: Ich war gerade in Köln und habe für Unter Uns gedreht, wo ich eine Gastrolle übernommen haben, was sehr lustig war. Sonst ist noch nichts spruchreif, aber ich denke, dass noch einiges kommen wird.
Ist Hollywood langfristig Ihr Ziel?
Frank: Mein Ziel ist es erstmal, in Deutschland Fuß zu fassen. Ich fühle mich in der heimischen Filmbranche sehr wohl. Für mich wäre es schon mal ein Traum, einen Film mit Moritz Bleibtreu, Til Schweiger oder Daniel Brühl zu drehen. Wenn ich das mal schaffen würde, das wäre absoluter Wahnsinn. Erst dann würde ich darüber nachdenken, es mal in Los Angeles zu versuchen. Doch davon bin ich momentan noch sehr weit entfernt.
Sabrina Frank hat 2009 die RTL-Castingshow Mission Hollywood gewonnen. Darin suchte Til Schweiger eine Nachwuchsschauspielerin für eine Rolle im dritten Teil des Films Twilight - Bis(s) zum Abendrot. Im August flog die 23-jährige Münchnerin nach Vancouver zu den Dreharbeiten der Vampir-Saga. Im Januar ist Frank, die nebenher ihr Grundschullehramtsstudium weitermacht, in einer Gastrolle in der RTL-Soap Unter uns zu sehen.