Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Nicht nur in Hollywood, sondern auch in Deutschland bekommen immer mehr Schauspieler vom eigenen Nachwuchs Konkurrenz. Ob Uwe Ochsenknecht oder Til Schweiger, beide fördern die Filmkarriere ihrer Sprösslinge.
Über den roten Teppich laufen durfte Emma Tiger nicht, das hatte ihr Vater ihr verboten. Und das obwohl sie in Keinohrhasen, der an diesem Abend Premiere feierte, mitspielt – an der Seite ihres berühmten Vaters Til Schweiger. Der erklärte auf dem roten Teppich, dass für eine Sechsjährige das Blitzlichtgewitter einfach zu viel und seine jüngste Tochter deshalb zu Hause besser aufgehoben sei. Recht hat er und anscheinend aus Fehlern gelernt.
Denn bereits 2007 hatte er Emma Tiger und ihren drei Geschwistern versprochen, dass sie ihn sie zur Premiere von Keinohrhasen, in dem noch alle vier Schweiger-Kinder mitspielten, begleiten dürften. «Dumm wie ich bin, hatte ich es ihnen vor langer Zeit versprochen, aber ihre Mutter war dagegen. Und da hatte sie auch völlig recht. Es wäre kein Spaß für sie gewesen», erklärte er damals in einem Interview mit der Bunten.
Vielen Promi-Kindern scheint es dagegen Spaß zu machen, gemeinsam mit Mama oder Papa vor der Kamera zu stehen. Und das will ihnen auch niemand absprechen, ebenso ist dem Vater Til Schweiger hoch anzurechnen, das er sein Kind vor der Öffentlichkeit schützen will. Doch der in den letzten Jahren zu beobachtende Trend, das immer mehr und vor allem immer jüngere Kinder zusammen mir ihren Eltern Filme drehen, ist auch besorgniserregend. Gerade die Fälle von Will Smith, der seine Kinder Willow (9) und Jaden (11) schon extrem früh vor die Kamera ließ, und John Travolta, dessen Film mit seiner Frau Kelly Preston und der Tochter Ella (9) derzeit im Kino läuft, lassen aufschrecken.
Kinder von Prominenten haben es grundsätzlich schwer. Sie wachsen in der Öffentlichkeit auf, ständig unter Beobachtung. Die ersten Schritte, die erste Sandkastenliebe, die ersten Drogenerfahrungen, die Presse ist stets dabei. Dabei eine starke, eigene Persönlichkeit zu entwicklen, ist fast unmöglich. Aufmerksamkeit, viel Geld, berühmte Eltern – für viele Promi-Kinder ist das vor allem der Beginn der Drogen-Hölle. Kelly Osbourne (25), Tochter von Alt-Rocker Ozzy Osbourne, sagte gegenüber der Sun: «Ich war auf Drogen seit ich 13 Jahre alt war.» Auch ihr Bruder Jack (24), Peaches Geldof (20), Tochter von Weltverbesserer Bob Geldof, Al Gores Sohn Al Gore III. oder Benjamin Tewagg (33), Sohn von Uschi Glas, haben mit ihren Drogeneskapaden bereits für Schlagzeilen gesorgt.
Wenn die Promi-Kids dann noch relativ früh mit ihrer Schauspielkarriere beginnen, kann es für sie noch schwerer werden. Der ständige Vergleich mit der berühmten Mutter oder dem berühmten Vater wird sie ihr Leben lang begleiten. Bestes Beipsiel hierfür ist Michael Douglas (65), der noch heute, obwohl er längst im Rentenalter ist, mit seinem Vater Kirk Douglas (93) verglichen wird. Auch Michael Douglas' Sohn Cameron (30) war Vater und Großvater nach Hollywood gefolgt. Doch anstatt in der Traumfabrik ist er im Gefägnis gelandet, wo er derzeit wegen Drogenbesitz und Dealerei einsitzt.
Zudem ist es wie im «normalen» Leben, wenn zum Beipsiel die Arzttochter Ärztin wird, auch für die Kinder Prominenter enorm schwer, aus dem Schatten ihrer erfolgreichen Eltern zu treten. Und sie werden nicht nur von der eigenen Familie, sondern im schlimmsten Fall von einem Millionen-Publikum an ihren Eltern gemessen. Zwei, die es geschafft haben sind zweifelsohne die beiden Söhne von Uwe Ochsenknecht, Wilson Gonzales (19) und Jimi Blue (17), denen mit den Wilden Kerlen der Durchbruch gelang. Aber entscheidend wird sein, wie die beiden Teenie-Stars nun mir ihrem Erfolg umgehen.
Merkt man allerdings, dass es mit der Film-Karriere nicht klappt oder die Kinder eigentlich andere Interessen zeigen, wird umso wichtiger, dass Promi-Familien auch die Notbremse ziehen. So geschehen bei Kevin Costner. 1997 waren seine Kinder Joe (damals 9) und Annie (damals 13) in The Postman zu sehen, entschieden sich dann aber gegen Hollywood. Anne studiert mittlerweile Umweltpolitik, Joe verdient als Musiker sein Geld.
Gleiches gilt für Til Schweigers Tochter Lili (11), die zwar in Keinohrhasen noch mit ihren Geschwistern vor der Kamera stand, aber auf Zweiohrküken keine Lust mehr hatte. «Ich habe mir das jetzt lange überlegt und ich möchte lieber privat sein und nicht in die Öffentlichkeit», zitiert ihr Vater sie in der Bild.
Doch leider entscheiden sich die wenigsten Kinder um, wenn sie einmal die berufliche Laufbahn ihrer Eltern eingeschlagen haben. Warum? Ganz einfach: Einmal aufgewachsen im Rampenlicht wollen und können viele auf die ihnen bisher geschenkte Aufmerksamkeit nicht mehr verzichten.
nur weil Papa oder Mama Schauspieler bzw Sänger waren muss den Kindern das Talent nicht gottgegeben sein...bestes Beispiel sind die Ochsenknecht Söhne und die Michelle Tochter, falscher Ehrgeiz und der bekannte Name, mehr steckt nicht dahinter. DIe Sprösslinge sind normal wie alle Kinder, will nur keiner wahrhaben bzw zugeben
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