Google bietet Kompromiss
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Gerade erst hat sich Rupert Murdoch mächtig aufgeregt, jetzt bietet Google einen Kompromiss im Streit um kostenlose Nachrichten im Netz an. Damit geht der Konzern einen Schritt auf die amerikanischen Zeitungsverleger zu.
Bei der Nachrichtenseite «Google News» werde es künftig Möglichkeiten geben, Nutzern nur einen begrenzten Zugang zu kostenlosen Nachrichtenangeboten zu gewähren, teilte Google-News-Chef Josh Cohen in einem Blog-Eintrag mit.
Das Programm «First Click Free» biete Verlagen eine Möglichkeit, ihre Inhalte zu bewerben und Nutzern zugleich die Gelegenheit zu geben, die Nachrichtenquelle zu testen, schreibt Cohen. So sollen zum Beispiel Nutzer nur eine gewisse Anzahl der gelisteten Nachrichten einer Zeitung kostenlos lesen können, für weitere Abrufe aber bezahlen müssen.
Anbieter könnten bis zu fünf Klicks pro Tag für Nutzer freischalten und dann auf ein bezahlpflichtiges Angebot weiterleiten. Zeitungen, die ihr Angebot komplett nur im Abo anbieten wollen, könnten bei Google News auch entsprechende Vorschauseiten suchen lassen. So würde zu bestimmten Nachrichten nur eine Seite mit Überschrift und dem erste Absatz (Teaser) gelistet werden. Google würde diese Seiten in Google News als abopflichtig kennzeichnen.
Nachrichten im Internet haben inmitten der Medienkrise zuletzt zu immer heftigeren Debatten um die Zukunft der Zeitungslandschaft und die «Kostenloskultur» im Internet geführt. US-Medien-Mogul Rupert Murdoch hatte Google mehrfach «Diebstahl» geistigen Eigentums vorgeworfen. Vor rund zehn Tagen war bekannt geworden, dass Murdoch, dem unter anderem auch das Wall Street Journal gehört, gegen Google einen Schulterschluss mit Microsoft und dessen neuer Suchmaschine Bing erwägt. Im Gespräch soll ein exklusiver Deal mit dem Softwarehersteller sein, Nachrichten künftig nur noch über Bing zur Verfügung zu stellen.
bla/juz/nbr/news.de/dpa
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Der Online-Journalismus steht vor einer Wende: Auch deutsche Verleger haben angekündigt, künftig Geld für Artikel im Netz zu mehr ...
News Corp will künftig Nachrichten exklusiv gegen Bezahlung über Microsofts Bing zur Verfügung stellen. Google soll außen vor mehr ...
Google verdient sein Geld mit dem Verkauf von Werbung im Internet. Nun wird das Internet mehr ...
Die Vorsitzende des Bibliotheksverbandes, Gabriele Beger spricht über Google Books, das Urheberrecht und darüber, wie Deutsche mehr ...
Google geht beim Datenschutz in die Offensive und bemüht sich mit einer neuen Anwendung um mehr ...
Der Wettstreit zwischen Google und Microsoft erreicht eine neue Stufe. Microsoft kündigt für seine Suchmaschine mehr ...
Chinesen und Deutsche wetzen auf der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse rhetorisch die Messer. Die frisch mehr ...
Die Buchbranche jubelt: Die gerichtliche Anhörung zum Google Book Settlement soll verschoben werden. Nach Einwänden mehr ...
Für Facebook und Twitter, inzwischen zu einer untrennbaren Wortgruppe der Verheißung verschmolzen, gibt es nun mehr ...