Der Irak-Krieg war nicht nur humanitär eine Katastrophe, sondern auch kulturell. 15.000 Kunstgegenstände wurden gestohlen, etwa ein Drittel ist inzwischen wieder aufgetaucht. Und mit Hilfe von Google sind diese nun auch im Internet zu sehen.
Google will Anfang kommenden Jahres die Schätze des irakischen Nationalmuseums im Internet dokumentieren. Bei einem Besuch des Museums sagte Vorstandschef Eric Schmidt, dass bereits 14.000 Fotos von Objekten des Museums aufgenommen worden seien. Er könne sich kein sinnvolleres Projekt vorstellen, als diese Fotos jetzt Milliarden von Menschen zugänglich zu machen. «Hier entstanden die Anfänge der Zivilisation», sagte Schmidt.
Nach dem Sturz von Saddam Hussein im April 2003 gehörte das Nationalmuseum zu den Kultureinrichtungen in Bagdad, die geplündert und zum Teil in Brand gesetzt wurden. Danach wurden die US-Truppen scharf kritisiert, dass sie diese Einrichtungen nicht besser geschützt haben. Nach fast sechsjähriger Schließung wurde das Nationalmuseum im Februar wiedereröffnet.
Nach Angaben von Direktorin Amira Edan konnten bisher etwa 5000 der schätzungsweise 15.000 Gegenstände, die bei der Plünderung verloren gingen, wiederbeschafft werden. Edan sagte, das Google-Projekt werde sowohl ein nützliches Werkzeug für das Studium der alten Kultur in Mesopotamien sein als auch eine Gelegenheit für interessante Ausflüge in die Vergangenheit.
bla/kab/news.de/ap
Wieso sollte denn die Regierung Bush haftbar gemacht werden können? Wo kämen wir da hin! Wie könnte man denn bei solchen Möglichkeiten verhindern, daß womöglich auch die Deutschen etwas zurückhaben wollen? Und sei es nur deshalb, Kriegsbeute soll unantastbar sein! So stünde es zumindest allseits bejubelt wenn es sich nicht um ein so entferntes Problem handelte :-)
jetzt antwortenKommentar meldenTypisch, so sieht eben Freiheit mit kriegerischen Mitteln aus. Inwieweit werden eigentlich die Busch-Regierung haftbar genmacht?
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